Panorama-Junior-Ölbaum - Februar 2026

Liebe Kinder und Jugendliche! Habt ihr schon von der Tragödie in der Westschweiz gehört? Es ist Silvesternacht in einer Bar in Crans Montana. Viele Jugendliche und Erwachsene feiern die letzten Stunden des Jahres 2025. Mit Lichtfeuerwerk an Champagnerflaschen wird übermütig gefeiert, als der Akustikschaumstoff unter der Decke zu brennen beginnt. Wie reagieren die Menschen darauf? Sie zücken ihre Handys und filmen die Flammen, während sie noch lauter herumjohlen als zuvor. Es scheint für sie eher eine Attraktion zu sein, als eine ernsthafte Gefahr … Ehe sie aber die Gefahr realisieren, ist es schon zu spät. Die Flammen verbreiten sich exponentiell, sodass ein Desaster daraufhin folgt. In der Massenpanik stürzen sich alle auf den Ausgang, wo aber, gleich wie in einem Madenhaufen, einer über dem anderen liegt und sich nach aussen kämpfen will. Doch die Ausgänge sind verstopft. 40 Menschen sterben in den Flammen. Über 100 Menschen sind schwer ver- letzt. Die schmerzhafte Pflege all der Verletzten wird Monate, ja Jahre dauern. Als ich hörte, dass der Brand zu Beginn bloss mit den Handys gefilmt wurde, so als wäre es eine Unterhaltungsshow, wurde ich innerlich sehr bewegt … In welcher Zeit stehen wir?? Hat wirklich NIEMAND die Gefahr des Brandes bemerkt?? Doch schon bald sah ich, dass dieses Horrorszenario das perfekte Paradebeispiel ist, wie es auf der GANZEN WELT läuft, nur in einem unendlich grösseren Ausmass: Es laufen so viele Kriege in unserer scheinbar „modernen Zeit“, und schon bald will der Krieg vor der eigenen Haustür stehen, wenn wir es nicht verhindern. Es verschwinden jedes Jahr acht Millionen Kinder in schreckliche Netzwerke. Wir werden vom Impfzwang bedroht, der uns schadet und von der Bargeldlosigkeit, die uns den Geldhahn sofort zudrehen kann, sobald wir nicht „systemtreu“ laufen – bzw. gegen die weltweite Agenda stehen. Wir werden bestrahlt von Mobilfunk und und und … Das sind alles lodernde Flammen auf dieser Welt. Doch wo stecken die Menschen? An

2 ihren Handys, in den sozialen Medien, in der Ablenkung, einfach irgendwo im Nirgendwo und realisieren die Gefahr nicht, die sie umgibt. Möge es uns nicht gleich gehen, wie den jungen Leuten in Crans Montana, die zu spät das Ausmass der Gefahr begriffen haben. Lasst uns Vorbilder sein, die aus der Falle der Ablenkung aufstehen und den Brand gemeinsam LÖSCHEN. Viele Jugendliche erzählen dir hier von ihrer Praxis, damit du aus ihrer Erfahrung profitieren kannst und es ihnen gleichtust! Wir brauchen dich ❤️ . Von Herzen Ruth Elpida Forell-Sasek (26 J.) Krafträuber eliminieren – göttliches Leben fokussieren von Lisa M., D (22 J.) „Ich bin der wahre Weinstock und mein Vater ist der Weingärtner. Jede Rebe an mir, die nicht Frucht bringt, die nimmt er weg. Und jede, die Frucht bringt, die reinigt er, auf dass sie mehr Frucht bringe.“ (Joh. 15,1-2) Diese Bibelstelle habe ich schon oft gelesen und dachte mir immer: Ich will so eine Rebe sein, die Frucht bringt! Doch was heisst es eigentlich, wenn Jesus sagt, dass die fruchtbringenden Reben „gereinigt“ werden? Ivo hat an der Jahreskonferenz 2025 erklärt, dass es darum geht, dass die fruchtbringende Rebe von allem ihr Rivalisierendem getrennt wird. Das können Äste, Blätter, Parasiten oder kaputte Reben sein. Doch was bedeutet das in der Praxis? Auch wenn ich mich stets bemüht habe, jeden Tag Stille Zeit zu machen und im Wort zu bleiben, hat es doch nicht immer so funktioniert. Und es gab im Alltag immer wieder Situationen, wo mir schier die Kraft fehlte, im Glauben und Vertrauen zu bleiben. Es war, als würde die göttliche Kraft durch irgendetwas gebrochen werden. Durch die Jahreskonferenz-Botschaft wurden mir die Augen geöffnet für einen geistlichen Zusammenhang mit etwas, was mich schon die letzten Monate und vor allem letzten Dezember wieder bewegt hatte: mein Umgang mit Social Media. Immer mal wieder hatte ich meine Freizeit damit verbracht, mir dort Videos anzuschauen – obwohl es mich nur ablenkte. Mein privates Konto auf Instagram hatte ich schon vor längerer Zeit gelöscht, und dann kam Ende letzten Jahres auch TikTok endlich an die Reihe . Nun war es jedoch so, dass ich immer noch zwei Accounts hatte, mit denen ich immer wieder Shorts zu Kla.TV-Sendungen postete. Das Posten der Shorts war kein Krafträuber, doch die Apps zu haben, verführte mich dann immer wieder dazu, zum Handy zu greifen – zum Beispiel, wenn mir in der Bahn langweilig war – obwohl ich das Handy eigentlich nur noch selten nutzen wollte. Das ziellose Scrollen führte ausserdem dazu, dass ich wieder voll in der Ablenkung drin war, die ich durch das Löschen meiner privaten Accounts hatte beenden wollen. So deinstallierte ich kurzerhand die Apps. Shorts poste ich nun nur noch

3 vom Laptop aus – das klappt super und ohne Ablenkung! Was hat sich nun aber bezüglich der Kraft geändert? Seit ich mich vom Krafträuber Social Media getrennt habe, merke ich, wie es mir mittlerweile auch in herausfordernden Situationen besser gelingt, im Wort zu bleiben. Aktuell schreibe ich meine Bachelorarbeit und normalerweise haben mich grosse Klausuren und Deadlines immer ex- trem gestresst, und ich hatte viele Niedergänge, aus denen ich mich erst mühsam wieder hochkämpfen musste. Auch dieses Mal spüre ich, wie immer wieder niederziehende Gedanken an mein Herz klopfen, doch in göttlicher Kraft kann ich diese schlechten Gedanken verbannen und mit göttlichen, hochführenden Gedanken ersetzen. Das ist eine ganz neue Dimension! Ich wünsche dir, dass auch du die Krafträuber in deinem Leben – seien es Social Media, Internet oder etwas ganz anderes – erkennst und dich von ihnen trennst. Bleib stattdessen stets in Gott, dadurch steigert sich deine Lebensqualität enorm, denn: „Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt reiche Frucht.“ (Joh. 15,5) Ganz liebe Grüsse Eure Lissy Angst überwinden von Samira G., D (6 J.) Mama übt schon ganz lange mit mir, die Angst zu überwinden. Ich bin am liebsten immer nur mit Mama − und wenn sie nicht da ist, will schnell die Angst kommen. Aber Mama erklärte mir oft, dass sie nicht immer bei mir sein kann. Nur Jesus ist immer da und kann zu mir im Herzen reden, wenn ich alleine bin. Morgens gehe ich alleine zur Bushaltestelle. Aber einmal bin ich aus Versehen in den falschen Bus gestiegen. Ich hatte ein komisches Bauchgefühl, weil die anderen Kinder nicht da waren, aber bin trotzdem eingestiegen. Dann ist der Bus losgefahren, es war draussen dunkel und die Fahrt dauerte viel zu lange. Plötzlich war ich in der grossen Stadt mit dem Spielplatz. Da habe ich fürchterlich Angst bekommen, weil ich wusste, jetzt bin ich ganz falsch und ganz allein. Ich habe sehr geweint. Dann habe ich mich daran erinnert, dass Jesus doch immer bei mir ist. Ich habe gebetet: „Lieber Jesus, ich bin ganz allein und hab so Angst, was soll ich jetzt machen?“ Jesus hat gesagt: „Steig auf keinen Fall einfach aus, sondern geh zum Busfahrer und sag ihm, was passiert ist.“ Normalerweise habe ich auch Angst, mit anderen Menschen zu reden. Aber Jesus hat mir Mut geschenkt. Der Busfahrer war so lieb und hat gesagt: „Keine Angst, wir bringen dich irgendwie in die richtige Schule.“ Da wusste ich, dass alles wieder gut wird. Dann hat er mit anderen Busfahrern telefoniert und hat mich wo hingefahren, wo ich dann umsteigen konnte, und der Busfahrer hat mich dann extra zur Grundschule gefahren. Als ich nach Hause gekommen bin und Mama strahlend alles erzählt hab, ist sie fast umgefallen. Sie hatte nämlich gar nichts davon mitbekommen. Sie war soooo glücklich, dass ich Jesus erlebt

4 habe und wieder heil nach Hause gekommen bin und ich auch. Ich habe seitdem viel weniger Angst und trau mich noch mehr, und Jesus tröstet mich immer. Es ist einfach das Schönste auf der Welt, dass ich nie alleine bin. Hast du auch schon geübt, die Angst zu überwinden? Deine Samira Vertrau, solange es ungünstig ist, danach ist es zu spät von Freddy M., D (19 J.) An einem Tag hatte ich eine Zugfahrt vor mir und trotz langer Umstiegszeit schien es, als würde ich den Anschluss verpassen. Durch die Verspätung des Zuges wurde die Umstiegszeit immer kürzer, sodass ich es wirklich nicht mehr schaffen konnte. Ich hatte noch eine Minute, um aus einem sehr vollen Zug rauszukommen, das Gleis entlang zu rennen, eine Treppe runter, durch den Bahnhof und dann wieder eine Treppe hoch. Aber da ich voller Glauben war, verfiel ich keine Sekunde in Stress, selbst als es klar schien, dass ich den Zug verpassen würde und zwei Stunden warten müsste. Ich vertraute einfach Gott, so wie Ivo es einmal sagte: „Vertrau, solange es ungünstig ist, danach ist es zu spät.“ Ich sprach aus, dass ich den Zug bekommen werde. Dies geschah dann auch. Die Umstiegszeit verlängerte sich wieder auf vier Minuten und ich musste zwar rennen, aber bekam den Zug noch. Direkt wusste ich: Dies ist 1 Antriebslosigkeit ein Wunder und das konnte nur Gott gemacht haben. Ich erzähle euch das, um zu zeigen, dass es sich wirklich lohnt zu vertrauen, solange es noch ungünstig ist. Willst du nur vertrauen, solange es günstig erscheint? Zu vertrauen, dass man den Zug bekommt, wenn man 30 Minuten Umstiegszeit hat, ist nicht so schwer. Wichtig ist es, Gott in den grossen und kleinen Situationen zu vertrauen, die wir ja zur Genüge in dieser Weltlage haben dürfen. Ganz viel Segen beim Vertrauen. Euer Freddy Meine Entscheidung ist Jesus! von Mascha W., UA (20 J.) Letztes Jahr hatte ich einen starken geistlichen Aufschwung. Gott stand an erster Stelle in meinem Leben. Aber mit dem Beginn der Nachtschichten geriet mein gewohnter Rhythmus durcheinander: Ich hörte auf, regelmässig die Bibel zu lesen und Zeit für die Gemeinschaft mit Gott zu finden. Zuerst dachte ich, dass dies nur vorübergehend sei, da ich mich an einen neuen Lebensrhythmus gewöhnen müsste, und alles bald wieder so werden würde wie zuvor. Aber die Monate vergingen, und schliesslich hatte alles Priorität, ausser Gott. Ich jagte dem Geld hinterher, traf einen Mann, der mir perfekt erschien, und der ebenfalls sagte, dass er an Gott glaubte. Allmählich kam es zu einer völligen Apathie1 gegenüber meiner Beziehung zu Gott. Ich verstand,

5 dass ich zu weit gegangen war und begann, den Herrn um Hilfe zu bitten, weil ich selbst nicht mehr zurückkehren konnte. – Er hat mich erhört! Eines Tages wurde mir eine grosse Summe Geld gestohlen. Das war ein ernstzunehmendes Signal, darüber nachzudenken, in welche Richtung ich mich bewegte. Ich verspürte den Drang, mich zurückzuziehen, mich aus den sozialen Netzwerken zu verabschieden und mich auf Gott zu konzentrieren. Ich folgte diesem Drang. Zu dieser Zeit war ich mit einem Mann befreundet, und es fiel mir sehr schwer, Grenzen zu setzen und eine Pause auf unbestimmte Zeit einzulegen. Aber er verstand mich und unterstützte mich. Während dieser Pause begann ich mehr zu lesen, zu beten und mein Leben zu hinterfragen. Als wir uns wieder trafen, wurde klar, dass wir uns auf unterschiedlichen geistlichen Ebenen befanden. Er sagte, er könne auch ohne Gott leben, sei aber bereit, „meinetwegen zu glauben“. Was nützt der Glaube, wenn er nicht das Herz berührt? „Können zwei zusammen gehen, wenn sie sich nicht abgesprochen haben?“ (Amos 3,3) Ich stand vor einer Entscheidung: der Mann, den ich liebe und der bereit ist zu bleiben, oder Gott. Für mich war die Entscheidung klar – es war und ist immer Jesus. Er ist der Einzige, der trotz allem bei mir geblieben ist. Ich bin bereit, Ihm meine Treue zu schenken. Nachdem ich viel verloren hatte, kam ich zu einer wichtigen Erkenntnis: Das Einzige, was in meinem Leben unveränderlich ist, ist Gott. Jetzt möchte ich mich auf meine Beziehung zu Ihm konzentrieren, Ihm näherkommen und im Geist stärker werden. Ich möchte Ihm vertrauen und mich von Ihm weiterführen lassen. Zuerst dachte ich, ich hätte ein Jahr verloren. Aber jetzt verstehe ich, dass dieses Jahr nicht umsonst war. Gott hat mich gelehrt, mich gedemütigt und vom Stolz und der Gier befreit. Durch diese Erschütterungen hat Er alles Unnötige mit der Wurzel ausgerissen und mir die Möglichkeit gegeben, neu anzufangen. Ich danke Ihm für alles. Eure Mascha Der gute Ackerboden von Samantha F., CH (10 J.) Wir haben ein schönes Büchlein über die Geschichte vom Sämann. Das ist die Geschichte, die Jesus erzählt hat. Der Sämann ist ein Bauer und streut die Samen aus. Ein paar Samenkörner fallen auf den Fussweg und können nicht wachsen. Andere Samen fallen auf den steinigen Boden oder unter die Dornen. Da können sie natürlich auch nicht wachsen. Dann fallen aber auch viele Samen auf den guten Ackerboden. Nur dort wächst dann die gute Frucht, und der Bauer ist mit der Ernte zufrieden. Ich habe mir überlegt, was diese Geschichte zu mir sagt, und welcher Boden ich sein möchte. Der Dornenboden ist wie, wenn Mami z. B. sagt: „Geh bitte dein Zimmer aufräumen.“ Ich höre genau zu, aber dann gehe ich

6 ein Buch schauen. Der steinige Boden ist wie, wenn Mama mir eine Aufgabe sagt, dann mache ich es, aber ich mache es überhaupt nicht von Herzen. Oder nur, damit ich eine Belohnung bekomme. Der Fussweg ist wie, wenn Mami z. B. sagt, dass ich die Teller tischen darf. Dann höre ich es und mache es nicht gleich, und dann habe ich es schon wieder vergessen. Der Ackerboden ist wie, wenn Mami etwas sagt und dann mache ich es gleich und ich mache es auch von ganzem Herzen! ❤️ Ich möchte dir ein Beispiel sagen, wo ich wie der Ackerboden mit der guten Erde war. Man musste wieder das Bad putzen. Es war ganz schmutzig. Mama fragte mich, ob ich das machen will. Dann habe ich einen Servierwagen genommen mit so Platten drauf. Dort drauf habe ich alle Putzsachen hingestellt. Und dann habe ich angefangen zu putzen. Und es hat sooo Spass gemacht. Ich war wie eine Hotel-Fachfrau ! Danach hatte ich noch mehr Freude beim Spielen. Ich habe richtig gemerkt, wie das ein guter Boden war. Viel schöner, als wenn ich ein Steinboden gewesen wäre und es mit unwilligem Herzen gemacht hätte, oder wenn ich wie der Fussweg gewesen wäre und die Aufgabe grad wieder vergessen hätte. Ich möchte dich ermutigen, dass du auch mit mir zusammen lernen kannst, die gute Erde auf dem Feld zu sein. Deine Samantha Bye Bye, Social Media! von Denijs G., LV (23 J.) Jesus sagt in Joh. 15,4: „Bleibt in mir, dann bleibe ich in euch.“ Ich habe gespürt, wie Gott und Sein Wort vor, während und nach der Jahreskonferenz wirklich viel in mir bewirkt haben. Ich möchte in Gott bleiben! Doch … Ich habe seit einiger Zeit mit sozialen Medien und deren Auswirkungen zu kämpfen. Für mich sind sie wie Drogen: Wenn ich sie nehme, kann ich einfach nicht widerstehen. Bis jetzt habe ich einfach damit gelebt. Ich habe versucht, einige Verbesserungen vorzunehmen, indem ich Apps auf meinem Handy installiert habe, die den Bildschirm schwarz machen und die Apps nur als Text anzeigen. Nach zwei Wochen war der Effekt verschwunden, und ich sass wieder stundenlang an meinem Handy. Dann habe ich eine GROSSE Veränderung vorgenommen. Nach einigen Impulsen aus unserem Distrikt und vielen inneren Kämpfen habe ich von einem Smartphone auf ein Handy mit Tasten und ohne Internet umgestellt. Es war fantastisch!!! (Nicht ganz so fantastisch wie ein Telefon mit Kabel, aber daran arbeite ich noch. ) Eine Zeit lang funktionierte es wieder gut, aber dann sass ich nach der Arbeit einfach an meinem Computer und verbrachte manchmal stundenlang auf YouTube, Instagram und Facebook. Danach fühlte ich mich wie in einem Loch, in völliger Dunkelheit und Leere. Nach einiger Zeit hatte ich einen grossen Zusammenbruch, der mich sagen liess: Genug! Ich habe mich so

7 weit von Gott entfernt gefühlt. Ich wollte einfach nur zurück … Ich hatte gerade an einer grossen Fernsehsendung in Lettland namens „X Factor“ (eine Art Talent-Wettbewerb) teilgenommen und es sogar bis ins Finale geschafft. Jetzt war alles kompliziert. Ich befand mich mitten in der bösen Medienindustrie, und jeder Tag war voller Ego- und Humanismuspräsenz. Alles drehte sich um Selbstverherrlichung und darum, am besten zu singen und anzugeben. Dann kam dieses Gefühl, dass ich nicht am richtigen Ort bin und nicht mehr hier sein kann. Ich bin ein Krieger Gottes und plötzlich bin ich nicht mehr an vorderster Front, sondern spiele mit der Welt. Ich bin weit, weit weg von dem Ort, an dem ich sein sollte … Es war eine wirklich schwere Zeit. Ich gab all den Ruhm, all das Preisgeld und die Möglichkeiten auf, die sich aus dem Gewinn dieses Wettbewerbs ergeben hätten. Einige Wochen lang hatten wir dann Besuch von einem Bruder aus Deutschland. Es war eine tolle Zeit mit ihm. Er erzählte mir, wie er ohne soziale Medien lebt und keine Lücke in seinem Leben spürt. Das war ein grosser Anstoss für mich. Endlich spürte ich die Kraft und dass ich mich von dieser Sache trennen muss. Also habe ich in dieser Zeit in meinen sozialen Medien angekündigt, dass ich von hier weggehen werde, und einige Erklärungen abgegeben, warum, damit andere es sehen und vielleicht dasselbe tun können. Ich habe mich noch nie besser gefühlt. Ich bin jetzt mit Gott verbunden und fühle mich kraftvoll. In Kämpfen kann ich mich besser behaupten und schneller wieder aufstehen. Alle Ehre sei Ihm!!!!! Warum gehe ich davon weg? Weil es mich formt zu jemandem, der ich nicht bin. Dies ist der Ort, an dem ich mich mit der Welt vermische. Dieses Talent des Singens, das Gott mir gegeben hat, werde ich für das Gute einsetzen, für Seinen Plan, nicht für das Böse und den Mainstream. Liebe Geschwister, ich stärke euch mit dieser langen Geschichte, damit ihr seht, dass wir mit dieser Welt nicht spielen müssen und nicht spielen können, egal in welcher Situation wir uns befinden. Wie Timotheus sagte: 2. Tim. 2,26: „… und dass sie zur Besinnung kommen und der Falle des Teufels (sozialen Medien) entkommen, der sie gefangen genommen hat, um seinen Willen zu tun.“ Ich bete darum, dass ihr euch nicht täuschen lasst, dass ihr stark seid gegen die Dinge, die euch hineinziehen. Wir brauchen keine sozialen Medien! Ich liebe euch von ganzem Herzen und sende euch allen meine besten Grüsse und eine herzliche Umarmung! Denijs aus Lettland Anmerkung Redaktion: „I will shine“ hat Denijs mit OCG-Geschwistern produziert https://www.sasek.tv/de/musikclips/willshine/3650 Unterwegs im Vertrauen: Mein Alltag ohne Handy von Sophie F., D 17 J. Ich bin Sophie, 17 Jahre alt, und lebe ohne Handy – und ja, ich weiss, viele reagieren überrascht: „Waaas? Geht

8 das heute überhaupt noch?“ Ja, es geht! Auch in einer Welt, die immer digitaler wird! Ich hatte noch nie ein Handy und möchte auch weiterhin ohne leben, weil ich dadurch Gottes Führung viel deutlicher wahrnehme und viel offener für all die besonderen Begegnungen bin, die ich sonst vielleicht nie erleben würde. Und wisst ihr was? Es ist wirklich jedes Mal spannend. Ich erlebe so viele besondere Momente mit völlig fremden Menschen – Begegnungen, bei denen ich spüre, dass Gott sie mir genau zur richtigen Zeit schickt. Ein kleines Erlebnis möchte ich gerne mit euch teilen: Ich wollte meine Schwester in Salzburg besuchen und bin von Nürnberg aus nur mit einem ausgedruckten Zettel losgefahren – voller Erwartung darauf, was Gott an diesem Tag für mich bereithält. Natürlich hatte die Deutsche Bahn wieder einmal über eineinhalb Stunden Verspätung. So eine Situation kann einen schnell stressen – aber genau dann erlebe ich immer wieder, wie gut es tut, einfach in Gottes Ruhe zu bleiben. Er hat alles längst vorbereitet. Also setzte ich mich in einen anderen Zug und landete bei drei jungen Frauen. Wir kamen sofort ins Gespräch, als ich fragte, ob ich kurz ein Handy ausleihen dürfte, um zu Hause anzurufen. Sie waren total hilfsbereit, suchten mir Verbindungen raus und hörten sich meine Überzeugungen interessiert an. Weil wir zwei Stunden zusammen unterwegs waren, sprachen wir über meine grosse Familie, meinen Beruf, meine Beziehung zu Gott und auch über die OCG. Die drei waren richtig begeistert − sogar die, die sich selbst als Atheisten bezeichneten . Sie stellten ununterbrochen Fragen und meinten lachend, es sei wie ein viel zu guter Film, mir zuzuhören. Manchmal habe ich mir früher Gedanken gemacht, wie ich die OCG etc. erklären kann. Doch in solchen Momenten kommen die Worte einfach. Die Frauen sagten sogar, ich hätte dabei ein Strahlen in den Augen. Eine von ihnen, eine Lehrerin, meinte: „Ich würde dich am liebsten mit nach Hause nehmen und meiner Klasse zeigen!“ In München trennten sich unsere Wege wieder, und sie verabschiedeten sich herzlich. Ich war überwältigt – Gott hatte einfach alles perfekt geführt. Ein anderes Mal wollte ich nach der Schule mit der U-Bahn zum Hauptbahnhof. Doch eine junge Frau kam mir entgegen und sagte, dass alle U-Bahnen ausfallen. Da ich mich nicht gut auskannte, bot sie sofort an, mich zu Fuss zu begleiten. Auf dem Weg entstanden wieder diese ehrlichen Gespräche, wie sie nur Gott schenken kann. Wir sprachen über mein Leben ohne Handy, Familie und Vertrauen. Ich merkte richtig, wie sehr ihr dieses offene Gespräch guttat! Als wir am Bahnhof ankamen, waren wir beide dankbar für diese unerwartete Begegnung. Auch hier spürte ich: Gott führt genau zur richtigen Zeit die richtigen Menschen zusammen. Solche Momente zeigen mir jedes Mal neu, dass Gott mitten in unserem Alltag wirkt und unsere Herzen berührt, wenn wir uns von Ihm führen lassen. In Liebe Sophie

9 Den Tag Gott übergeben von Dana F., CH (11 J.) Hallo zusammen. Ich bin Dana. Ich habe kleine Kinder sehr gerne und schaue auch sehr gerne für sie, z. B. für meine kleine Schwester Kyra (ein Jahr) oder meine kleinen Cousinen. Auch haben wir an einigen Samstagen Projekttage, wo ich mit anderen Kindern bei meiner Tante Boasa in der Küche helfe. Da schaue ich auch oft für die kleinen Kinder und kann so die Mamis unterstützen. Das mache ich richtig gerne. Dann war es vor einem Samstag, wo ich wieder für die Kinder schauen durfte. Diesmal freute ich mich nicht so fest, weil es beim letzten Mal anstrengend war, und die Kinder mir nicht gehorchten. Dann war ich mir unsicher, ob ich diesmal für die Kinder schauen möchte. An diesem Morgen erinnerte ich mich in meiner Stillen Zeit an die Botschaft von meinem Grosspapi Ivo, die ich kürzlich gehört habe. Sie heisst „Stille Zeit“ ☺. Ich habe dort gelernt, dass wir ein lebendiges Opfer sein sollen, also für alles bereit sein sollen, für alles was am Tag kommt, dass wir dort mit Jesus durchgehen. Also wir dürfen eine Bereitschaft haben für jede Situation, die am Tag kommt. Dann habe ich das gemacht und habe gebetet, dass der Tag Gott gehört, und dass ich mitfliessen möchte, egal was kommt und egal was Gott geplant hat, auch wenn es anstrengend sein soll. Ich 1 www.sasek.tv/de/botschaften/lehrbotschaften1/16 habe auch gebetet, dass ich nicht entscheiden möchte, wie alles laufen soll. Danach bin ich mit Freude gegangen. An diesem Tag war es dann sooo schön. Egal wenn es mal anstrengend wurde, es war trotzdem richtig schön, und ich war am Abend richtig glücklich. Aus diesem Erlebnis habe ich gelernt, dass der Tag viel schöner ist, wenn ich ihn in Gottes Hände lege und keine eigenen Vorstellungen habe. Ich hoffe, ich konnte dich ermutigen, jeden Morgen den ganzen Tag Gott zu übergeben. So ist es viel schöner. Du kannst ja auch mal die Botschaft „Stille Zeit“ hören.1 Deine Dana ❤️ Vom Bildschirm zurück ins Leben von Theodor Ch., UA (16 J.) In den letzten sechs Jahren vor meiner Abreise aus der Ukraine war mein Schulunterricht nur symbolisch: OnlineUnterricht, der in seiner Effektivität nicht mit normalem Schulunterricht zu vergleichen ist. Zur Schule gehen, Freunde treffen, sich unterhalten, Wissen austauschen, sich vorbereiten und echte Prüfungen ablegen, sich um das Ergebnis sorgen – all das ist aus unserem Leben verschwunden. Sogar mit einem Stift in ein Heft schreiben, echte Bücher lesen, Aufsätze schreiben und viele andere normale Dinge auch … Das ist es, was wir bereits 2019 mit dem Beginn

10 von Covid verloren haben und was aufgrund der Militäraktionen bis heute andauert. Infolgedessen haben die meisten Kinder in der Ukraine diese sechs Jahre vor den Bildschirmen, ihren Telefonen, Computern und Tablets verbracht. Infolgedessen sind wir verdummt, haben unser Sehvermögen verloren, haben verlernt zu lernen und − was am traurigsten ist − jegliche Lebensfreude verloren und vergessen, was Ziele und Träume sind. Aber für mich gehört das alles, Gott sei Dank, der Vergangenheit an. Aufgrund der Kriegshandlungen, die bereits unser Dorf erreicht haben, sind wir in die Slowakei gezogen. Hier habe ich angefangen, das Gymnasium zu besuchen. Ja, es fällt mir sehr schwer, wieder in den Rhythmus zu kommen, aus dem ich vor vielen Jahren herausgefallen bin, und dazu noch in einer fremden Sprache zu lernen. Aber ich danke Gott jeden Tag für dieses Privileg: eine europäische Ausbildung zu erhalten, drei weitere Sprachen zu lernen und neue Möglichkeiten vor mir zu haben. Kürzlich erinnerte ich mich daran, wie ich noch in der Ukraine gebetet hatte, dass ich es leid war, nichts zu tun, nur den ganzen Tag vor dem Computer zu sitzen und das als Lernen zu bezeichnen. Ich betete zu Gott und sagte: Ich möchte mich einfach weiterentwickeln. Ja, ich muss sagen, ich habe mir das anders vorgestellt . Ich dachte, dass Lernen nichts mehr für mich ist, hatte grosse Pläne, arbeiten zu gehen, und dass wir das Lernen alle schnell vergessen würden . Aber … die Realität sah anders aus! Jetzt lerne ich normal, erfahre viel Neues und kann mich wirklich weiterentwickeln. Ich kann mich vorbereiten auf den Beruf, den ich später lernen möchte. Das, was ich am meisten gefürchtet hatte, wurde für mich zu einem grossen Segen, und zwar in einem Ausmass, das ich niemals erwartet hätte. Anscheinend hat Gott andere Pläne für mich, und diese möchte ich Schritt für Schritt erwarten. Und ja, unser grosses Privileg in dieser schwierigen Zeit ist Gott, der weiss, was für uns am besten ist! Euer Theodor Wer prägt wen? von Tobias G., A (18 J.) Ich bin seit einigen Wochen von meiner Arbeit aus in der Berufsschule. Weil die etwas zu weit weg ist, um jeden Tag zu pendeln, bin ich dort im Internat. Das heisst auch, dass ich da mit einigen anderen Jungs im Zimmer bin und mit ihnen, auch abseits des Unterrichts, viel zu tun habe. Im Zimmer gibt es auch zwei Jungs, die eine Freundin haben. Diese erzählen immer wieder von ihnen. Sie telefonieren noch lange und zeigen Bilder. Wochen zuvor habe ich mir für die Arbeit auch ein Handy mit SIM-Karte zugelegt, um für den Polier und wichtige Anrufe meiner Lehrlingsbeauftragten erreichbar zu sein. Auch installierte ich Apps, in denen die Mitbewohner sind, damit ich „nichts verpasse“.

11 In einem Moment der Langeweile sehe ich in der App ein Mädel. Ich kenne sie zwar nicht, aber … sie sieht „gut“ aus. Von jetzt auf gleich fallen mir alle Dinge ein, die die beiden Jungs über ihre Freundinnen gesagt haben. Obgleich das immer für mich ein Tabu darstellte, kommt mir der Gedanke, sie einfach mal anzuschreiben. Bestimmt könnte ich bald mit ihr Kontakt aufbauen und sie treffen!? Nach langem Zögern deinstalliere ich die App wieder, um nicht weiter damit in Versuchung zu geraten. Doch schon am nächsten Tag passiert das Ganze nochmal. Ich lade die App wieder herunter mit der Entschuldigung: Ich will ja auch in der Jungs-Gruppe „sein“. Ich sehe aber wieder das Profil von dem Mädchen, und nach kurzem Zögern kontaktiere ich sie. Vielleicht reagiert sie ja darauf? Kurze Zeit später, als die Kraft und die Beziehung zu Gott gänzlich weg waren, wurde mir klar, was mir da passiert ist. Ich verlor meine Überzeugung, dass ich es z. B. nicht gut finde, vor einer anständigen Beziehung „das Leben auszuprobieren“. Warum? Weil ich mich zuvor im Zimmer nicht klar geäussert hatte bzw. mich nicht von dem Lebensstil und den Ansichten der Jungs getrennt hatte. So schlummerten plötzlich dieselben Gedanken in mir, bis der Teufel das Recht hatte, mich auf die Probe zu stellen. Seither beziehe ich klar Stellung, vor allem bei Themen, wo es um Mädchen und Beziehungen geht. Ich habe diesbezüglich noch nie eine abwertende Meldung dazu erhalten. So kann ich immer wieder Zeugnis sein durch kleine ,,Bibelrunden“ vor dem Schlafengehen, wo ich noch was vorlese und oftmals ein ,,AMEN!“ zurückkommt. Oder auch durch klare Stellungnahmen bezüglich der Mobilfunkstrahlung und WLAN oder der Impfungen. Das wünsche ich auch dir! Sei DU der Platzhirsch. Du musst nicht perfekt sein, aber mach nur nicht den Kniefall vor dem Teufel. ☺ Du kannst das. Denn wir sind nicht von dieser Welt, nicht von dieser weltlichen Gesinnung! Sei dir dessen IMMER bewusst! ☺ Dein Tobi Durchgehen und fröhlich sein von Alex B., CH (7 J.) In unserer Familie haben wir die Botschaft von Ivo bewegt. Dort erklärt er auch, wie wichtig es ist, „durch das Kreuz zu gehen“. Mit „Kreuz“ sind die unangenehmen Aufgaben und Situationen gemeint. So haben wir es in der Familie immer wieder geübt. Dann hatten wir einen Einsatz in einem Kla.TV-Studio. Dort durften wir beim Putzen helfen, und Papa wollte mit mir die Kabel ordentlich verlegen. Ich fand es gar nicht toll und sagte: „Ich hab keinen Bock.“ Mama sagte mir, dass ich gerade JETZT durch das Kreuz gehen kann. Weil ich es in der Woche schon immer wieder geübt hatte, ging es nun ganz schnell. Ich sagte „JA“. Dann ging die Post ab, es hat sooo viel Spass gemacht. Ich war nicht mehr zu

12 stoppen. So sehr, dass ich selber Bedürfnisse sah und mit meinen Geschwistern sogar noch ganz viel Papier drei Etagen runter ins Auto getragen habe. Wir waren alle so glücklich! Ich kann dir nur sagen: Probiere es auch mal aus. Dein Alex Der Blickwinkel meines Umfeldes von Daniil W., UA (18 J.) Alles begann damit, dass ein Mädchen immer öfter in meinem Freundeskreis auftauchte. Zunächst habe ich das nicht weiter beachtet, obwohl mir klar war, dass ich ihr gefiel. Schliesslich versuchte sie, mit mir ins Gespräch zu kommen, und ich liess das zu. Mit der Zeit geriet ich unter ihren Einfluss und begann zu glauben, dass sie vielleicht genau die Frau war, die Gott mir gegeben hatte. Jedoch gab es ein grosses „Aber“: Ich brachte das nicht ans Licht. Ich sprach nicht mit meiner Familie darüber und teilte es meinen Angehörigen nicht mit, sondern versuchte, selbstständig zu handeln. Ich dachte, wenn Gefühle da sind, dann kann das nicht einfach so sein. Ich verbrachte viel Zeit mit ihr. Meine Familie gab mir zu verstehen, dass ich vielleicht etwas Falsches tue, und dass dies nicht von Gott kommt. Aber ich dachte: Wenn ich so fühle, dann ist es so und hörte nicht auf sie. 1 www.sasek.tv/de/nwliebe/spargefuehle Jetzt verstehe ich, dass das mein grösster Fehler war. Schliesslich lernte ich dieses Mädchen näher kennen und begriff, dass es mit ihr nichts Ernstes werden konnte. Aber zu diesem Zeitpunkt hatten wir uns bereits aneinander gewöhnt, und es war ziemlich schwer, sich zu trennen. Ich habe mich dennoch entschlossen, den Kontakt zu ihr abzubrechen. Ich habe alles in meiner Familie offen angesprochen, mich an sie gewandt und Unterstützung erhalten. Das war für mich eine Rückkehr in die Realität. Erst dann habe ich verstanden, wie sehr ich mich geirrt hatte, indem ich von Anfang an nicht auf sie gehört hatte. Wenn einem so etwas passiert, ist es sehr schwer, die Situation selbst nüchtern einzuschätzen. In solchen Momenten braucht man besonders die Hilfe und den Blickwinkel von nahestehenden Menschen, um gemeinsam die Situation zu bemessen. Vielleicht hilft dir das, was ich in der Praxis gelernt habe, auch weiter. Mit lieben Grüssen Dein Daniil Anmerkung der Redaktion: Es gibt viele hilfreiche Lehrstunden zum Thema Freundschaft-Partnerwahl-Verlobung. Sehr zu empfehlen, sich damit ein wenig zu befassen, bevor schon eine Freundschaft losgeht … ☺. Dies erspart viele unnötige und vielleicht auch schwierige Lektionen.1

13 Diener in Gottes Reich von David Schäfer (23 J.) & Boasa Sasek (22 J.) Mit viel Dankbarkeit und Freude dürfen wir euch mitteilen, dass wir uns im Dezember 2025 verlobt haben und nun dieses Jahr heiraten werden! ❤️ Über die letzten Jahre, wo wir uns kennenlernen durften, könnte man so viel erzählen, so viel berichten und Zeugnis geben … Wo beginnt man da nur? Man könnte darüber berichten, was es für ein SEGEN ist, wenn sich zwei Menschen finden, die dasselbe Fundament in Gott haben und dieselbe Berufung in sich spüren! Man könnte endlos davon erzählen, was für eine göttliche SEGENSLINIE es ist, sich gegenseitig eine lange Zeit einfach still zu beobachten und nicht zu früh miteinander über die gegenseitige, wachsende Liebe zu sprechen! Ja, wie viele Umwege kann man sich auch ersparen, wenn man auf die Erfahrungen und lehrreichen Situationen von seinem Umfeld einfach hören kann und nicht meint, es besser zu wissen oder zu tun! Wir könnten euch auch erzählen, wie herrlich es ist, voller Respekt, Reinheit und Ehrlichkeit eine Beziehung zu starten. Das sind Dimensionen, die diese verdorbene Welt wieder entdecken muss! In diesem Rundbrief wollen wir euch aber vor allem Zeugnis geben, was es 1 www.kla.tv/28269 2 www.kla.tv/28465 für eine Herrlichkeit ist, sich im Dienst, beim Dienen im Reich Gottes kennenzulernen. Man kommt in eine göttliche SEGENSLINIE, wenn man in dem von Gott verordneten Auftrag bleibt und dies für sich von Herzen als alleroberste Priorität erachtet! Unser Auftrag ist: Sünde, Tod und Teufel aus dieser Schöpfung zu bringen – durch Gottes Kraft in uns – auf dass Gott wieder auf den Thron kommt, und jedes Knie sich vor Ihm beugt! Um Sünde, Tod und Teufel endgültig aus dieser Schöpfung zu vertreiben, bringen wir Licht ins Dunkel und decken mit unseren wichtigen Kla.TVSendungen – die unter Gebet produziert werden – die teuflischen Werke der Finsternis auf! Wir durften bei ganz vielen Kla.TV-Sendungen eng zusammenarbeiten. So z. B. bei den wegweisenden und brisanten Sendungen von Papi: „Welt im Netz der Freimaurer“1, „Hat Gott uns verlassen?“2 usw. usf. Auch bei der absolut wichtigen und schauererregenden Sendereihe von Lois „Blutsekte“3 arbeiteten wir eng zusammen. Es war und ist uns immer das grösste Vorrecht, bei so gewaltigen und entscheidenden Sendungen mitwirken zu dürfen! Auch wenn es immer wieder viel Zeit und Investition kostete, und man viele menschliche Unmöglichkeiten und Herausforderungen in der Produktion durchgehen durfte, war es ganz besonders, sich genau in diesen Momenten zu beobachten und kennenzulernen! 3 www.kla.tv/Blutsekte

14 Auch bei grossen Einsätzen, Veranstaltungen und Projekttagen der OCG durften wir immer mehr erleben, wie uns der Herr einfach zusammenführt! Als wären diese gemeinsamen Einsätze und Projekte nicht schon Erfüllung und Herrlichkeit genug, hat der Herr zusätzlich immer wieder dafür geschaut, dass wir auch Zeiten der Erholung zusammen erleben durften. Ein gemeinsamer Spaziergang, ein Abendessen, tiefe, lange Gespräche oder einen kurzen Besuch am See. ☺ Man konnte diese Momente so sehr geniessen, hundert Mal mehr, als wenn wir ständig nur um unseren eigenen Bauchnabel gedreht hätten. Wie traurig, leer und öde muss so ein Leben sein, wenn man nur damit beschäftigt ist, das Beste für sich rauszuholen, so schnell wie möglich den besten Urlaub für sich zu buchen und ja zu schauen, dass man nicht zu kurz kommt! Lieber Leser, im Reich Gottes dürfen wir Dimensionen der Herrlichkeit erleben, von denen wir nicht wussten, dass es sie gibt! Und es ist erst der Anfang! Wir wollen nie damit aufhören Gottes Reich, unseren gottgegebenen Auftrag, an allererster Stelle zu haben! Dort ist das wahre, erfüllende Leben. Dort hört die Liebe niemals auf zu wachsen. Dort sind wir Gott am nächsten und erleben Seine herrliche Führung. Es ist zwar niemals ein Leben ohne Probleme und Nöte − im Gegenteil! Doch sind wir im Reich Gottes auf Felsen gebaut und können − gegründet in IHM − da durchgehen und unsere Zukunft gemeinsam bauen. Was für ein Vorrecht, Diener in Seinem Reich zu sein! Wir können dich nur dazu animieren, dich uns anzuschliessen ☺ ! Herzlichst, Eure Diener in Gottes Reich ☺ David & Boasa ❤️ Mit Superkraft zum Sprechen von Ivy I., D (4 J.) Ich heisse Ivy und bin vier Jahre alt. Zu Hause sprechen wir zwei Sprachen: Mit meiner Mama spreche ich Englisch und mit meinem Papa Deutsch. Das sind für mich gaaaaanz viele Worte zu lernen, und deshalb fiel mir bisher das Sprechen in ganzen Sätzen schwer, auch wenn meine fünf grossen Geschwister um mich herum viel quatschen und mich ermuntern zu reden. Bei mir kam alles immer durcheinander raus − oder gar nichts . Wenn ich mich mitteilen wollte, habe ich immer wieder geschrien oder gequietscht, was meiner Familie gar nicht gut gefiel. Im Dezember hatten wir in unserem Distrikt mit den Geschwistern aus der OCG viele lange Runden, in denen ich fast durchgehend dabei war. Ich lauschte den Gesprächen und spielte nebenbei ruhig oder half beim Essenmachen und Aufräumen. Mama war ganz stolz auf mich! Die Grossen haben allen möglichen Unfrieden aus ihren Herzchen rausgeschafft und fest entschieden, dass nur noch nach dem Frieden gegangen wird. Oder auch, egal um wen es geht,

15 auch anzusprechen, wenn etwas keine Kraft draufhat. Das habe ich auch beim Spielen mitbekommen. Am nächsten Morgen kam gleich meine erste Situation. Ich spielte im Wohnzimmer mit meinem Bruder Joseph. Er ärgerte mich ein bisschen, und ich wäre jetzt normalerweise gleich am Losbrüllen, aaaaaber stattdessen sagte ich in einem ganzen Satz: „Du hast jetzt aber keine Superkraft von Ivo!“ Das hat alle so sehr gefreut, dass sie loslachen mussten und wir sofort die kleine Unruhe klären konnten. Mama sagt, seitdem plappere ich wie ein kleiner Wasserfall. Und als ich meine Grandma in den USA besucht habe, habe ich richtig verstanden, dass ich Englisch und Deutsch sortieren darf. Und was mir richtig Freude macht: mit voller Kraft bei den Kinderliedern mitzusingen, die Mama abspielt. Wir beide singen jetzt ganz viel zusammen. Ich muss nicht mehr schreien, weil ich Jesus in meinem Herzchen habe, und ich aufpasse, dass da kein Unfriede reinkommt, wo die Superkraft weg ist. Ist das bei dir auch so? Bis bald! Eure Ivy (mit Hilfe von Mama) Mit Gott in der Schule von Thea K., D (18 J.) Fühlst du dich auch manchmal ganz entmutigt, wenn du dir die Jugendlichen in deinem Umfeld anschaust? Das ist natürlich nicht der richtige Weg, denn resignieren ist keine Option! Ich habe es mir deshalb zur Mission gemacht, meine Mitschüler, aber auch die Lehrer zu prägen − und das ganz einfach durch mein Sein. Heute möchte ich euch von zwei Situationen erzählen, in denen das funktioniert hat. Vor einiger Zeit hatten wir das Thema „Medien“ im Unterricht. Wir sollten einen Brief an unser Handy schreiben, in welchem wir unsere Gefühle gegenüber dem Gerät zum Ausdruck bringen sollten. Bei den meisten meiner Mitschüler wurde daraus ein Liebesbrief, und ich war sehr geschockt, was dort teilweise aufgeschrieben wurde. Da ich kein Handy habe, fragte ich dann meinen Lehrer, was ich machen solle. Er sagte mir, dass ich einen Brief an ein Handy in einem Laden schreiben soll, mit Gründen warum ich es nicht kaufe. Das habe ich natürlich sehr gern gemacht . Einige Zeit später kam ein Mädchen aus meiner Klasse zu mir und sagte: „Thea, ich habe mir ein Beispiel an dir genommen und habe mein Handy jetzt mal weggelegt und mir stattdessen die Bücher vorgenommen, die bei mir zu Hause liegen.“ Das hat mich riesig gefreut, und auch wenn es nur ein kleiner Schritt war, war es ein Anfang. Allgemein erlebe ich es so, dass die Mitschüler, die mitbekommen, dass ich kein Handy habe, mir mit Respekt begegnen. Sie fragen, wie ich das schaffe, weil inzwischen fast alle davon abhängig sind. So kam es auch, dass ganz ohne mein Zutun und in meiner Abwesenheit einfach organisiert wurde, wie ich wichtige Informationen zu

16 einem Treffen mit einer internationalen Gruppe erhalten könnte. Normalerweise muss ich mich immer selbst darum kümmern, weil ich ja nicht in dieser Chat-Gruppe bin. Dieses Mal jedoch haben meine Mitschüler dem Lehrer Bescheid gesagt, dass ich kein Handy habe und sich freiwillig organisiert, wie ich die Informationen bekomme. So cool! Preis sei Gott! Zum Schluss möchte ich euch noch mitgeben, dass ihr den Mut haben könnt, eure Stimme zu erheben, wenn ihr ein mulmiges Gefühl in Bezug auf Unterrichtsinhalte habt. Gott kann euch genau in solchen Momenten helfen! Wir hatten letztes Jahr in Englisch das Thema Kurz- und Schauergeschichten − und mein Lehrer hatte eine Vorliebe für einen gewissen Autor, der wirklich gruselige und grausame Geschichten geschrieben hat. Wir haben eine nach der anderen gelesen und bei vielen Geschichten wurde mir einfach nur schlecht. Als uns der Lehrer dann fragte, wie die Geschichten uns gefallen, konnte ich mich melden und einfach ganz frei mal meine Meinung dazu sagen. Danach hat sich mein Lehrer bei jeder der folgenden Geschichten vor der ganzen Klasse bei mir entschuldigt, dass wir eine weitere lesen. Natürlich wäre es am besten gewesen, wenn wir gar keine mehr gelesen hätten. Doch die Entschuldigungen habe ich als einen kleinen Sieg erkannt. Als wir danach auch noch den Roman „Frankenstein“ lesen sollten und ich mitbekommen habe, worum es da geht, habe ich mich bewusst dazu entschlossen, das Buch nicht zu lesen. So grausame und menschenherabwürdigende Inhalte kann und möchte ich mir nicht zu Gemüte führen. Wenn mein Lehrer mich fragt, warum ich das Buch nicht gelesen habe, darf ich ihm mit göttlichem Mut einfach erklären, was meine berechtigten Gründe sind. Wenn ihr spürt „Das ist nicht gut!“, dann übergeht diesen Impuls nicht, sondern lasst euch von Gott den richtigen Weg führen. Denn einen richtigen Weg gibt es immer! Ich hoffe, ich konnte euch für meine „Mission“ gewinnen . Lasst uns ein Licht und ein Zeugnis sein auf dieser dunklen Welt, und sie somit Stück für Stück verändern! ♥-lichst Eure Thea Impressum: Panorama-Junior-Ölbaum Nr. 1 – Februar 2026 Verleger: Redaktionsadresse: Herstellungsort: Erscheint: Ivo Sasek Nord 33, CH-9428 Walzenhausen Elaion-Verlag, CH-9428 Walzenhausen alle 2 Monate <Panorama-Nachrichten>: <Der Ölbaum>: <Panorama-Junior-Ölbaum>: Infoschrift des Gemeinde-Lehrdienstes und der OCG – mit aktuellen Veranstaltungsterminen Geistliche Lehrschrift Info- und Lehrschrift von Jugendlichen für Jugendliche

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