8 das heute überhaupt noch?“ Ja, es geht! Auch in einer Welt, die immer digitaler wird! Ich hatte noch nie ein Handy und möchte auch weiterhin ohne leben, weil ich dadurch Gottes Führung viel deutlicher wahrnehme und viel offener für all die besonderen Begegnungen bin, die ich sonst vielleicht nie erleben würde. Und wisst ihr was? Es ist wirklich jedes Mal spannend. Ich erlebe so viele besondere Momente mit völlig fremden Menschen – Begegnungen, bei denen ich spüre, dass Gott sie mir genau zur richtigen Zeit schickt. Ein kleines Erlebnis möchte ich gerne mit euch teilen: Ich wollte meine Schwester in Salzburg besuchen und bin von Nürnberg aus nur mit einem ausgedruckten Zettel losgefahren – voller Erwartung darauf, was Gott an diesem Tag für mich bereithält. Natürlich hatte die Deutsche Bahn wieder einmal über eineinhalb Stunden Verspätung. So eine Situation kann einen schnell stressen – aber genau dann erlebe ich immer wieder, wie gut es tut, einfach in Gottes Ruhe zu bleiben. Er hat alles längst vorbereitet. Also setzte ich mich in einen anderen Zug und landete bei drei jungen Frauen. Wir kamen sofort ins Gespräch, als ich fragte, ob ich kurz ein Handy ausleihen dürfte, um zu Hause anzurufen. Sie waren total hilfsbereit, suchten mir Verbindungen raus und hörten sich meine Überzeugungen interessiert an. Weil wir zwei Stunden zusammen unterwegs waren, sprachen wir über meine grosse Familie, meinen Beruf, meine Beziehung zu Gott und auch über die OCG. Die drei waren richtig begeistert − sogar die, die sich selbst als Atheisten bezeichneten . Sie stellten ununterbrochen Fragen und meinten lachend, es sei wie ein viel zu guter Film, mir zuzuhören. Manchmal habe ich mir früher Gedanken gemacht, wie ich die OCG etc. erklären kann. Doch in solchen Momenten kommen die Worte einfach. Die Frauen sagten sogar, ich hätte dabei ein Strahlen in den Augen. Eine von ihnen, eine Lehrerin, meinte: „Ich würde dich am liebsten mit nach Hause nehmen und meiner Klasse zeigen!“ In München trennten sich unsere Wege wieder, und sie verabschiedeten sich herzlich. Ich war überwältigt – Gott hatte einfach alles perfekt geführt. Ein anderes Mal wollte ich nach der Schule mit der U-Bahn zum Hauptbahnhof. Doch eine junge Frau kam mir entgegen und sagte, dass alle U-Bahnen ausfallen. Da ich mich nicht gut auskannte, bot sie sofort an, mich zu Fuss zu begleiten. Auf dem Weg entstanden wieder diese ehrlichen Gespräche, wie sie nur Gott schenken kann. Wir sprachen über mein Leben ohne Handy, Familie und Vertrauen. Ich merkte richtig, wie sehr ihr dieses offene Gespräch guttat! Als wir am Bahnhof ankamen, waren wir beide dankbar für diese unerwartete Begegnung. Auch hier spürte ich: Gott führt genau zur richtigen Zeit die richtigen Menschen zusammen. Solche Momente zeigen mir jedes Mal neu, dass Gott mitten in unserem Alltag wirkt und unsere Herzen berührt, wenn wir uns von Ihm führen lassen. In Liebe Sophie
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