5 dass ich zu weit gegangen war und begann, den Herrn um Hilfe zu bitten, weil ich selbst nicht mehr zurückkehren konnte. – Er hat mich erhört! Eines Tages wurde mir eine grosse Summe Geld gestohlen. Das war ein ernstzunehmendes Signal, darüber nachzudenken, in welche Richtung ich mich bewegte. Ich verspürte den Drang, mich zurückzuziehen, mich aus den sozialen Netzwerken zu verabschieden und mich auf Gott zu konzentrieren. Ich folgte diesem Drang. Zu dieser Zeit war ich mit einem Mann befreundet, und es fiel mir sehr schwer, Grenzen zu setzen und eine Pause auf unbestimmte Zeit einzulegen. Aber er verstand mich und unterstützte mich. Während dieser Pause begann ich mehr zu lesen, zu beten und mein Leben zu hinterfragen. Als wir uns wieder trafen, wurde klar, dass wir uns auf unterschiedlichen geistlichen Ebenen befanden. Er sagte, er könne auch ohne Gott leben, sei aber bereit, „meinetwegen zu glauben“. Was nützt der Glaube, wenn er nicht das Herz berührt? „Können zwei zusammen gehen, wenn sie sich nicht abgesprochen haben?“ (Amos 3,3) Ich stand vor einer Entscheidung: der Mann, den ich liebe und der bereit ist zu bleiben, oder Gott. Für mich war die Entscheidung klar – es war und ist immer Jesus. Er ist der Einzige, der trotz allem bei mir geblieben ist. Ich bin bereit, Ihm meine Treue zu schenken. Nachdem ich viel verloren hatte, kam ich zu einer wichtigen Erkenntnis: Das Einzige, was in meinem Leben unveränderlich ist, ist Gott. Jetzt möchte ich mich auf meine Beziehung zu Ihm konzentrieren, Ihm näherkommen und im Geist stärker werden. Ich möchte Ihm vertrauen und mich von Ihm weiterführen lassen. Zuerst dachte ich, ich hätte ein Jahr verloren. Aber jetzt verstehe ich, dass dieses Jahr nicht umsonst war. Gott hat mich gelehrt, mich gedemütigt und vom Stolz und der Gier befreit. Durch diese Erschütterungen hat Er alles Unnötige mit der Wurzel ausgerissen und mir die Möglichkeit gegeben, neu anzufangen. Ich danke Ihm für alles. Eure Mascha Der gute Ackerboden von Samantha F., CH (10 J.) Wir haben ein schönes Büchlein über die Geschichte vom Sämann. Das ist die Geschichte, die Jesus erzählt hat. Der Sämann ist ein Bauer und streut die Samen aus. Ein paar Samenkörner fallen auf den Fussweg und können nicht wachsen. Andere Samen fallen auf den steinigen Boden oder unter die Dornen. Da können sie natürlich auch nicht wachsen. Dann fallen aber auch viele Samen auf den guten Ackerboden. Nur dort wächst dann die gute Frucht, und der Bauer ist mit der Ernte zufrieden. Ich habe mir überlegt, was diese Geschichte zu mir sagt, und welcher Boden ich sein möchte. Der Dornenboden ist wie, wenn Mami z. B. sagt: „Geh bitte dein Zimmer aufräumen.“ Ich höre genau zu, aber dann gehe ich
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