Panorama-Junior-Ölbaum - Februar 2026

10 von Covid verloren haben und was aufgrund der Militäraktionen bis heute andauert. Infolgedessen haben die meisten Kinder in der Ukraine diese sechs Jahre vor den Bildschirmen, ihren Telefonen, Computern und Tablets verbracht. Infolgedessen sind wir verdummt, haben unser Sehvermögen verloren, haben verlernt zu lernen und − was am traurigsten ist − jegliche Lebensfreude verloren und vergessen, was Ziele und Träume sind. Aber für mich gehört das alles, Gott sei Dank, der Vergangenheit an. Aufgrund der Kriegshandlungen, die bereits unser Dorf erreicht haben, sind wir in die Slowakei gezogen. Hier habe ich angefangen, das Gymnasium zu besuchen. Ja, es fällt mir sehr schwer, wieder in den Rhythmus zu kommen, aus dem ich vor vielen Jahren herausgefallen bin, und dazu noch in einer fremden Sprache zu lernen. Aber ich danke Gott jeden Tag für dieses Privileg: eine europäische Ausbildung zu erhalten, drei weitere Sprachen zu lernen und neue Möglichkeiten vor mir zu haben. Kürzlich erinnerte ich mich daran, wie ich noch in der Ukraine gebetet hatte, dass ich es leid war, nichts zu tun, nur den ganzen Tag vor dem Computer zu sitzen und das als Lernen zu bezeichnen. Ich betete zu Gott und sagte: Ich möchte mich einfach weiterentwickeln. Ja, ich muss sagen, ich habe mir das anders vorgestellt . Ich dachte, dass Lernen nichts mehr für mich ist, hatte grosse Pläne, arbeiten zu gehen, und dass wir das Lernen alle schnell vergessen würden . Aber … die Realität sah anders aus! Jetzt lerne ich normal, erfahre viel Neues und kann mich wirklich weiterentwickeln. Ich kann mich vorbereiten auf den Beruf, den ich später lernen möchte. Das, was ich am meisten gefürchtet hatte, wurde für mich zu einem grossen Segen, und zwar in einem Ausmass, das ich niemals erwartet hätte. Anscheinend hat Gott andere Pläne für mich, und diese möchte ich Schritt für Schritt erwarten. Und ja, unser grosses Privileg in dieser schwierigen Zeit ist Gott, der weiss, was für uns am besten ist! Euer Theodor Wer prägt wen? von Tobias G., A (18 J.) Ich bin seit einigen Wochen von meiner Arbeit aus in der Berufsschule. Weil die etwas zu weit weg ist, um jeden Tag zu pendeln, bin ich dort im Internat. Das heisst auch, dass ich da mit einigen anderen Jungs im Zimmer bin und mit ihnen, auch abseits des Unterrichts, viel zu tun habe. Im Zimmer gibt es auch zwei Jungs, die eine Freundin haben. Diese erzählen immer wieder von ihnen. Sie telefonieren noch lange und zeigen Bilder. Wochen zuvor habe ich mir für die Arbeit auch ein Handy mit SIM-Karte zugelegt, um für den Polier und wichtige Anrufe meiner Lehrlingsbeauftragten erreichbar zu sein. Auch installierte ich Apps, in denen die Mitbewohner sind, damit ich „nichts verpasse“.

RkJQdWJsaXNoZXIy MTY5NDM=