28 Beziehung zu IHM an SEINEM HERZEN zur Ruhe zu kommen. Ich schmiegte mich kein einziges Mal einfach an IHN an und erinnerte mich, dass ER JA SCHONALLES KOMPLETT FERTIG VOLLBRACHTHAT und ich jetzt Anteil an SEINER ganzen Vollkommenheit nehmen darf – und zwar genau IN dieser Situation, die ich erlebte! In IHM ist in allem, was mich herumtrieb, schon alles per sofort vollkommen gemacht und der Punkt gesetzt, dass es nicht eine Endlos-Schlaufe gibt! Es fiel mir wieder neu wie Schuppen von den Augen, was der Unterschied zwischen wirklicher BEZIEHUNG zu IHM − wo in IHM als Person schon alles vollkommen gemacht ist − im Gegensatz zum „Alles-gut-Machen FÜR IHN“ ist! Ja, ich war auf einmal beschämt, dass man im Alltag so vieles in Freimut „aus IHM nehmen und mit IHM leben“ kann und trotzdem das „aus Liebe und Beziehung zu IHM leben“ so verlieren kann! Doch im Zurückkehren zu dieser tiefen Liebe und Beziehung zu IHM, wo ER als Person wieder alles in allem vollkommen ist, war der ganze „Spuk“ meiner innerlichen Not in einer Sekunde erledigt! Ja, in IHM IST die GANZE VOLLKOMMENHEIT schon DA – wir müssen sie IHM nicht bringen können, sondern dürfen aus Beziehung und Gnade an SEINEM Herzen zur Ruhe kommen – und die ganze Vollkommenheit aus IHM als Person schöpfen! Von Stefan: Ich habe auch eine spezielle Erfahrung gemacht, was das Thema „aus Beziehung leben“ betrifft: Damit nicht alle von unserem Team in Walzenhausen gleichzeitig im Urlaub sind, haben wir schon etwas länger ein „Urlaubs-Schaufelrad“ eingerichtet. Wir wechseln uns ab, sodass immer ein Teil von uns den Betrieb aufrechterhalten kann, während die anderen im Urlaub sind. Für mich ergaben diese Zeiten bislang immer Raum, um spezielle Projekte oder Anliegen an der Dienstbasis zu realisieren, da in diesen Zeiten die gemeinsamen Sitzungen meist aufs Minimum reduziert wurden. So plante ich für die nächste Urlaubszeit wieder so einiges an Spezialprojekten ein. Mein Kalender füllte sich immer mehr mit Anliegen, die ich anpacken wollte. Ich sah viele Aufträge und merkte zu Beginn gar nicht, wie mich meine Planung immer mehr bedrückte und ich einen Tunnelblick bekam. So war es nicht verwunderlich, dass ich ausgerechnet die erste Team-Besprechung für diese Zeit vergass und zu spät dazustiess ग़. Wir merkten in der Sitzung zusätzlich, dass es besser passt, wenn wir dieses Mal während der Schaufelrad-Urlaubszeit den normalen Sitzungslauf dennoch weiter aufrechterhalten. So gab es keine grosse Veränderung zum normalen Lauf. Das brachte mich natürlich etwas ins „Wuchten“ und meine ganze Planung schien nicht mehr aufzugehen. Das Gespräch mit Daniela, das Noemi vorhin genannt hatte, löste dann etwas sehr Gutes in mir aus. Ich sah auf einmal wieder, was der Unterschied ist, ob ich mich von den Anliegen und Projekten leiten lasse, oder von der Beziehung zum HERRN, indem ich in jedem Moment frage: „HERR, wie siehst DU es mit der Planung? Was ist jetzt Deinem vorherbereiteten Plan gemäss genau dran?“ Ich ging angesichts meiner Planung wieder ganz in die Beziehung zum HERRN und zu meinem Umfeld ein und wechselte die Ebene, weg vom „Alles-treu-erledigenWollen“ hin auf „Beziehung“. Der HERR wirkte dann einen Zug in mir, als Erstes
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