26 stand. Die Wehen waren noch recht unregelmässig und erträglich – aber schlafen konnte ich nicht mehr. Ich blieb noch etwas liegen und durfte über vieles nachdenken. Irgendwie war es eine spezielle Zeit. Am Morgen machte ich wie gewohnt Stille Zeit. Ich sass da und las mit kurzen Unterbrüchen in meiner Bibel. Ist es Zufall, dass ich genau heute auf eine Bibelstelle stosse, in der es heisst: „Demütigt euch nun unter die mächtige Hand Gottes, damit er euch erhöhe zur rechten Zeit, indem ihr alle eure Sorgen auf ihn werft! Denn er ist besorgt für euch. (…) Der Gott aller Gnade aber, der euch berufen hat zu seiner ewigen Herrlichkeit in Christus, er selbst wird euch, die ihr eine kurze Zeit gelitten habt, vollkommen machen, stärken, kräftigen, gründen.“(1. Petr. 5,6-7.10) Ja, trotz grosser Freude auf die Geburt, wollten sich auch schon in den vergangenen Wochen hin und wieder Sorgen ausbreiten. Es war jedes Mal wieder eine Übung, sich am Herrn zu vergreifen, meinen „Hebammen-Kopf“ auszuschalten und es Gott im ungeteilten Aufblick ganz zuzutrauen. Auch diese Geburt darf doch wieder eine einzige Gotteserfahrung sein. Das war mein Wunsch. So warf ich immer wieder meine Sorgen weg und gerade heute – während meinen Wehen – durfte ich mich nochmal ganz bewusst unter Seine mächtige Hand demütigen. Ich wusste, dass ich es nicht aus mir kann, aber dass Er mich stärken wird. Trotz Wehen musste ich nochmal alles festhalten, wo der Herr schon in den vergangenen Wochen zu mir auf die Geburt hin geredet hatte. Ich druckte mir diese Zusammenfassung aus und startete ausgerüstet in den neuen Tagࣤ . Oh, wie dankbar bin ich um dieses Wort! Gerade, als es gegen Ende der Wehenphase intensiver wurde, konnte ich es immer wieder laut aussprechen und proklamieren, dass Er in mir die Kraft ist, die bis zum Schluss reicht etc. Ich hatte mich richtig an Gott „vergriffen“. Gott hat mich mit einer sehr getragenen und schnellen Geburt überrascht. Bereits 13:32 Uhr durften wir unseren süssen kleinen Sohn Oscar in den Arm nehmen. So hat sich sogar das Wort, das ich am Morgen in der Stillen Zeit gelesen hatte, erfüllt, dass ich nur eine kurze Zeit leiden mussteࣤ . Wenn ich auf die Geburt zurückblicke, kann ich Gott nur von Herzen danken und Ihm alle Ehre geben♥! Er hat mich so übernatürlich durchgetragen – auch gerade durch Sein Wort. Es hatte so gut getan, es immer wieder laut auszusprechen und sich einfach ganz darin aufzuhalten. Ich bin wirklich unglaublich dankbar für diesen Dienst, durch den Gott uns immer wieder diese wertvollen Schätze gibt. Im Wort liegt der Glaube – auch für alle schweren Umstände. Ich durfte es beispielsweise während der Geburt von unserem zweiten Sohn Oscar Yamin wieder ganz neu erleben – aber das gilt genauso auch für jede schwierige Situation im Alltag, bis hin zur Weltlage: Gott gibt uns immer genau das Wort, das wir von Moment zu Moment brauchen – und verwandelt so auch die bedrohlichsten Umstände zu der schönsten Gotteserfahrung! ✨ Dieses Leben will ich um keinen Preis mehr eintauschen. Vielmehr wünsche ich es auch Dir, dass auch Du ALLES aus Gottes Hand nehmen und diese ewige Herrlichkeit in all Deinen Lebensbereichen erleben kannst. Nimm auch Du diesen Glauben aus
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