18 „Der Teufel kämpft darum mit allen Mitteln gegen uns, dass wir diese geistlichen Wirklichkeiten nicht packen können. Darum werden wir von allen Seiten abgelenkt und auch angefochten, damit wir uns ständig nur auf das Sichtbare und vor Augen Liegende fixieren sollen. [Anm.: oder auf unsere Vergehen] Dass wir den Samen, den wir empfangen haben, ausser Acht lassen, nicht mit ihm arbeiten. Die unsichtbaren bösen Mächte wissen eben ganz genau, was in 2. Kor. 3,181 geschrieben steht. Dort wird uns enthüllt, dass, wenn wir unsere Blicke und unser Bewusstsein nur unabgelenkt auf die Herrlichkeiten und die Wesenszüge und Tugenden Gottes ausrichten, wir auf diesem Weg Kraft des Geistes in genau dasselbe Bild verwandelt werden − und zwarvon Herrlichkeit zu Herrlichkeit. So steht es dort. Verwandlungsprozesse, die existieren, ihr Lieben.“ In unserem Fall sah das so aus, dass ich morgens in meiner Gebetszeit für Janice betete und im Alltag das Gute in ihr besonders hervorhob: „Oh Janice, wie fleissig du bist. Schon beim ersten Mal hast du gehorcht und meinen Wunsch sogleich erfüllt! Das war aber jetzt Jesus in dir! Usw. usf.“Ich schrieb ihr auch eine Karte zu ihrem Geburtstag, obwohl sie noch nicht lesen konnte, und segnete sie mit den Worten, dass sie mühelos wie ein Federchen durch die Luft schweben und mit Jesus mitfliessen könne … Diese Karte wünschte sie sich dann immer und immer wieder vorgelesen zu bekommenJ. Eines Tages war es wieder so weit: Janice hatte sich verbockt und war wütend geworden. In aller Ruhe ermutigte ich sie, diesen Quälgeist nun selber rauszuwerfen. Ich wusste, dass keine Strafe der Welt zielführend sein könnte, sondern dass Janice erleben darf, wie sie ohne mein Dazutun über diesen bösen Quälgeist herrscht. Was dann geschah, werde ich nie vergessen. Im einen Moment war Janice noch verbissen, bockig und wütend, doch plötzlich wurde es über ihr strahlend hell – wie der Einbruch der Sonne durch die Wolkendecke. Es war, als würde sie aus einem bösen Traum erwachen. Janice fiel mir sofort um den Hals, umklammerte mich, weinte und schluchzte und entschuldigte sich von ganzem Herzen für ihren „Austicker“. Ich war baff! So etwas hatte es noch nie gegeben! Dass dieser Moment keine Einbildung oder Eintagsfliege gewesen sein konnte, zeigte sich in den kommenden Tagen: Janice kam mehrmals über mehrere Tage hinweg bitterlich schluchzend und weinend zu mir. Auf meine Nachfrage, was los sei, erzählte sie mir, dass der Teufel immer wieder auf ihre Schulter gekommen und ihr ins Ohr geflüstert habe, sie solle wieder böse sein. Ich umarmte und tröstete sie und versicherte ihr, dass ihr weder ein Teufel noch ein böser Geist etwas anhaben könne, weil sie das Türchen fest verschlossen habe, und Jesus immer stärker sei. Ab diesem Moment war Janice ein verändertes Mädchen. Das versicherte mir auch ihre Schwester Tiffany (fünfeinhalb Jahre), 1 2. Korinther 3,18: „Wir alle aber schauen mit aufgedecktem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn an und werden so verwandelt in dasselbe Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, wie es vom Herrn, dem Geist, geschieht.“
RkJQdWJsaXNoZXIy MTY5NDM=