7 Steh zur Wahrheit und Gott steht zu dir von Tobias G., A (18 J.) Ich war vor einigen Wochen beruflich in einem Internat. Dort habe ich einiges gelernt – fachlich für die Schule, aber auch persönlich im Hinblick auf meinen Glauben. Davon möchte ich dir gerne kurz erzählen. Im September habe ich begonnen, täglich in der Bibel zu lesen. Als ich ins Internat kam, war mir klar, dass ich das auch dort fortführen möchte, auch vor meinen Zimmerkollegen. Anfangs hatte ich Bedenken, dass ich dadurch negativ auffalle oder vielleicht sogar ausgeschlossen werde. Genau da drin sprach mich dann Lukas 12,8 so an, wo es heisst: „Jeder, der sich vor den Menschen zu mir bekennt, zu dem wird sich auch der Menschensohn vor den Engeln Gottes bekennen.“ Deshalb habe ich mich auch im Speisesaal nicht zurückgehalten und vor dem Essen gebetet. Immer wieder wurde ich darauf angesprochen, was ich da mache und warum. So ergaben sich Gespräche über meinen Glauben. Entgegen meiner Erwartungen wurde ich dafür nicht belächelt – im Gegenteil: Einige reagierten interessiert, manche sogar respektvoll. Einmal kam ein Rumäne während dem Bibellesen zu mir, umarmte mich und sagte, dass er ,,sooo stolz auf mich ist“. Im Internat gab es überall WLAN. Ich hatte den Eindruck, ich sollte einen Lehrer darauf ansprechen, ob man das Internet nachts ausschalten könnte. Er reagierte eher amüsiert und meinte, es gebe wichtigere Themen. Einige Kollegen gaben mir daraufhin den Spitznamen „WLAN“ . Auch bei anderen Themen, etwa rund um die Impfung, habe ich meine Sichtweise offen vertreten. Dabei ist mir aufgefallen, dass viele Menschen sich ihre Meinung nicht bewusst bilden, sondern oft das übernehmen, was sie in den Medien hören. Warum ich dir das schreibe? Ich möchte dich ermutigen, zu deiner Überzeugung zu stehen. Auch dann, wenn es nicht immer einfach ist, du auf Unverständnis stösst, vielleicht sogar mal einen Spitznamen bekommst … ☺. Selbst, wenn du es noch nicht siehst, kann es sein, dass du in anderen etwas angestossen hast, das später wächst. Auch wenn es im Moment vielleicht noch nicht Frucht trägt, irgendwann vielleicht ja schon. Mir hat der Gedanke geholfen, dass auch die Jünger vieles aufgegeben haben, um ihrem Glauben treu zu bleiben. Und was nützt es denn, wenn man, wie jeder andere, einfach mitschwimmt? Ich kann dir empfehlen: Steh zur Wahrheit und Gott steht zu dir! Beste Grüsse Tobias
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