Panorama-Nachrichten August 2021

4 doch mitten im Coronajahr zusammengenommen 275 Mio. Franken ope- rativen Gewinn ausweisen. Was wollen sie noch? Typischerweise hörte man aber in der Nationalratsdebatte schon wieder das Gejammer, so etwa durch Edith Graf-Litscher von der SP/TG: „Den Medienhäusern steht das Wasser bis zum Hals.“ Oh nein. In Tat und Wahrheit schrieb aber im Coronajahr 2020 kein einziger Zei- tungsverlag rote Zahlen, andere Branchen allerdings zuhauf. Unzähligen ging es weit, weit schlechter und dennoch warten sie noch immer vergeb- lich auf irgendeine Unterstützung von Bundesbern. Mit dem angekündig- ten Referendum muss die direkte Medienförderung wieder zum Tabu werden, weil sie ein Verfassungsbruch ist, der so einfach schlichtweg nicht hingenommen werden darf. Es hat übrigens einmal ein weiser Jude die Medien als „bellende Wachhunde der Demokratie“ bezeichnet. Zu- mindest in der Schweiz mutieren aber diese vermeintlichen Wachhunde immer mehr zu Schmusekätzchen, heute auf dem Arm von Bundesrätin Simonetta Sommaruga und morgen auf den Schultern der neuen Amts- träger, die an den Schubladen unserer Staatskasse sitzen. Staatsabhängige Medien sind überdies demokratiefeindlich, und zwar grob! Besonders feind- lich ist, dass Gratiszeitungen und kostenlose Online-Medien bewusst von Subventionen ausgeschlossen werden und bleiben. Damit zementiert aber der Staat die bestehenden Medien-Monopole und zwar zu Lasten kleiner privater Angebote sowie lokaler und regionaler Initiativen und, und, und. Und darum braucht es dringend dieses Referendum! Und es darf einfach nicht so weit kommen, dass zusätzliche Milliarden aus der Bundeskasse hauptsächlich in die Kassen ohnehin reicher Grossverleger und ihrer Aktio- näre fliessen. Ich fasse zusammen: • Börsenkotierte Medienkonzerne und millionenschwere Verleger, die selbst im Coronajahr 2020 noch fette Gewinne gemacht haben, brauchen definitiv keine Subventionen, um das geht es.  • Staatlich finanzierte Medien sind bares Gift für die Gesellschaft, weil  sie noch zusätzlich die öffentliche Debatte verhindern und die Medien- vielfalt noch zusätzlich oder endgültig zerstören und begraben. Ich empfehle daher den Schweizer Rundbrieflesern, den beigelegten Refe- rendumsbogen zu unterschreiben. Das ist Teil der geistlichen Kampffüh- rung, wollen wir uns diesem gerade tobenden hybriden Krieg nicht passiv unterwerfen. Sammelt so viele Unterschriften als möglich gegen die Gier

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