5 Dinge putzen oder im Winter dafür sorgen, dass die Autos auf der Strasse nicht rutschen. Salz hat für sich allein keinen Sinn, sondern nur, wenn es „für andere da ist“. Salz hat also keine „ICH-Stellung“, sondern eine „FÜR-Stellung“, erklärte Papapi. Er sagte auch, dass Jesus in der Bibel sagt, dass wir das Salz der Erde sind. Daraus haben wir gelernt, dass auch wir nicht für uns selbst gemacht sind, sondern dafür, für andere da zu sein – wie das Salz. Das fand ich richtig gut, und ich möchte auch dieses Salz sein. Ich habe gemerkt, dass „Salz-Sein“ richtig Freude macht. Zum Beispiel unterstütze ich manchmal meine Tante Anna-Sophia, wenn sie viele Dinge zu erledigen hat, und schaue nach ihren drei Kindern. Ich bin dann wie ein Hirte, der mit den Kindern spielt und darauf achtet, dass wir friedlich miteinander sind. Dann bin ich die ganze Zeit in der „FÜR-Stellung“ – wie das Salz – und das macht mir so grosse Freude. In den Ferien aber, als wir auf dem Bauernhof waren, war ich zuerst ein bisschen in der „ICH-Stellung“ und wollte der Erste sein – beim Melken oder beim Halten des Baby-Kätzchens. Dann war es nicht so schön. Als wir danach einmal spazieren gingen, kamen Brämen1 und wollten uns stechen. Wir haben dann gemerkt, dass die Brämen nur für sich 1 blutsaugende Insekten selbst schauen und Blut trinken wollen. Die Frucht dieses „Nur-fürsich-Schauens“ ist, dass der andere durch den Stich Schmerzen hat. Wir haben uns dann gefragt: Wollen wir Brämen sein oder Salz? Da habe ich gemerkt, dass ich so gerne Salz sein möchte und nicht eine Bräme, die nur für sich schaut und darunter andere leiden. So habe ich es dann auch gemacht und darauf geachtet, dass die anderen beim Melken und bei den Kätzchen Vorrang hatten. Und dann war es so schön. Ich kam überhaupt nicht zu kurz, sondern durfte sogar beim Käsemachen helfen und alle frischen Käse im Becher wenden. Es war am Ende sogar noch viel schöner. Man kommt also nie zu kurz, wenn man von Herzen in der „FÜRStellung“ lebt – wie das Salz – und nicht in der „ICH-Stellung“ wie die Brämen! Von Herzen Dein Arnold (mit Mama) Glaubend Gott schauen von Joseph S., D (25 J.) Heute darf ich euch ein Erlebnis von meiner Zimmerei mitteilen. Ich habe einen grossen Auftrag bekommen, eine Tennishallenfassade zu erneu-
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