34 So rollten wir eine halbe Stunde später auf den Parkplatz, wollten gerade auspacken, da der Schreck: Wir haben keinen Geldbeutel dabei! Ein klassischer Moment, in dem man echt abstürzen könnte, oder? An alles, wirklich alles andere gedacht und jetzt das? Wie könnte man nun in Vorwürfe verfallen: „Warum hab ich nicht? − Warum hast du nicht? − Warum haben wir nicht? − Alles umsonst!“ Stattdessen grinsten wir uns an und sagten „Danke Jesus“ in diese Leere hinein und harrten aus, was in uns aufstieg. Jesus gab uns den Impuls, mit allen Kindern an die Kasse zu gehen und zu fragen, ob es einen anderen Weg geben könnte für uns. Erst wollte Michael schnell alleine rein − geht ja viel einfacher − aber dann blieben wir dem Impuls gehorsam und trotteten mit Kind und Kegel vor die Kasse. Wir erzählten der Kassiererin von unserem Missgeschick, und ob sie uns nicht anders Einlass geben könnte. Ihr Herz ging auf im Anblick der „süssen, kleinen Kinder, die könne sie ja nun nicht einfach wieder heimschicken“, und so liess sie uns − zum ersten Mal in ihrer Karriere − auf Rechnung ins Hallenbad. Wahnsinn! Wir wären auch offen gewesen, einfach wieder ohne Frust nach Hause zu fahren − aber im Danken offenbarte uns der Herr doch noch einen gangbaren, wunderbaren Weg. Und es sind doch meist diese „kleinen“ Situationen, die uns völlig aus der Kurve hauen können, oder? In welchen Situationen kannst Du das „Danke Jesus“ üben? Es ist die pure Befreiung, probierʼs mal aus. Michael & Kezia Wenn es im Kleinen klemmt, das Grössere in Angriff nehmen (von Solène S., CH, 31 J.) Am späten Nachmittag an einem ganz normalen Tag: Ich sitze etwas entkräftet im Sessel und beobachte meine vier Kinder, wie sie jauchzend in der Wohnung herumhüpfen/krabbeln … Die haben ja wieder einmal mächtig Energie! Und ich so wenig! Mit dem fünften Kind im Bauch bin ich auch schnell müde. Dafür habe ich die vielen Aufgaben, die ich eigentlich noch erledigen wollte. Wie bekomme ich diese auf uns alle aufgeteilt? Das abendliche Aufräumen war bereits etwas mühsam, hier und da liegen noch Spielsachen herum. Vieles musste ich mehrmals sagen. Plötzlich fällt mir ein altbekanntes Prinzip ein, das Ivo in einer der letzten Botschaften wieder erwähnte: „Nicht selten kriegt man über das Ergreifen von grösseren Dingen
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