5 Seht ihr, das ist das Daherrollen des Steines. Je mehr Menschen sich von dieser hereineinbrechenden Wahrheit treffen und von aller Lüge und Täuschung befreien lassen, desto weniger Wirk- und Wohnraum verbleibt den unsichtbaren bösen Mächten. Und auf diesem Weg werden alle, die sich der einbrechenden Wahrheit und Wirklichkeit Gottes verschliessen, von immer übleren Mächten umlagert und traktiert. Dabei vollzieht sich an ihnen, was in Spr. 16,18 geschrieben steht: „Vor dem Verderben verfällt man dem Stolz, und Hochmut kommt vor dem Fall.“ In Offb. 18,2 hat eine starke prophetische Stimme über diesem Endzeitgeschehen ausgerufen: „Gefallen, gefallen ist Babylon, die Große, und ist eine Behausung von Dämonen geworden und ein Gefängnis jedes unreinen Geistes und ein Gefängnis jedes unreinen und gehassten Tieres.“ Und seht ihr, so kommt es, dass Jesus in Lk. 21,26.28 den einen Schreckliches und den anderen Hoffnungsvolles in einem einzigen Satz zusprechen konnte: „… die Menschen werden verschmachten vor Furcht und Erwartung der Dinge, die über den Erdkreis kommen, denn die Kräfte der Himmel werden erschüttert werden. Wenn aber diese Dinge anfangen zu geschehen, so blickt auf und hebt eure Häupter empor, weil eure Erlösung naht.“ Wenn der rollende Stein sein Werk tut, erfüllt sich auch Spr. 11,8: „Der Gerechte wird aus der Bedrängnis befreit, und es kommt der Gottlose an seine Stelle.“ (Ps. 37,39b; Spr. 21,18; Est. 7,10; Dan. 6,25; 2. Thess. 1,6) Heilsgeschichtlich aber erfüllt sich gerade der reale Vollzug des grossen Versöhnungsfestes, wie er in 3. Mo. 16,10 vorgeschattet wurde: „Und der Bock, auf welchen das Los für Asasel gefallen ist, soll lebendig vor Jahwe gestellt werden, um auf ihm Sühnung zu vollziehen, um ihn als Asasel fortzuschicken in die Wüste.“ Jetzt ist die Stunde der grossen Last-Umverteilung angebrochen. Jeder Wahrheitsliebende beschleunigt diesen Prozess, indem er selber zu Licht und Salz für diese Welt wird. Der rollende Stein wird so lange weiterrollen, bis er zu dem 1nen grossen Berg (sprich Machtbereich) geworden ist, der die ganze Welt erfüllt. Dennoch setzt sich Gottes „zweite Heilsmethode“ stets auch entsprechend unserem Verhalten durch. Es ist entscheidend, dass wir, wie einst Mose, nicht nur unseren Stab des Glaubens erheben, sondern auch mit unserem Munde übereinstimmend mit Gott sprechen lernen. Je grösser eine innere oder äussere Not daherkommt, desto wichtiger ist es, dass wir Gott die Ehre geben, indem wir gerade in schwerster Stunde immer wieder glaubend die uns versprochene Totalbefreiung und Erlösung aussprechen. Statt zu verzweifeln, sagen wir glaubend mit Ps. 92,8: „Wenn die Gesetzlosen sprossen wie Gras und alle Übeltäter blühen, dann nur, damit sie vertilgt werden für immer.“
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