3 nur darauf an, wie wir Ihn und Sein Wort in unserem Herzen haben, sondern wie wir Ihn und Sein Wort auf unserem Munde haben. Immer, als das Volk Israel in seinen schwersten Stunden zu jammern begann, nützten ihm seine vorangegangenen Herzensbekundungen allesamt nichts. Das ständige Geschrei, Gott habe sie in die Bedrängnis geführt, um sie dort zuschanden werden zu lassen, entschied jeweils darüber, wie sich die realen Notstände weiterentwickelt und verhalten haben. „Euch geschehe nach eurem Glauben!“ (Mt. 9,29), hören wir Jesus immer wieder sagen. Dann hören wir inmitten des Getümmels einen verzweifelten Vater rufen: „Ich glaube, hilf meinem Unglauben!“ (Mk. 9,24). Wie mancher vertraut an sonnigen Tagen geradezu sorglos seinem Gott. Wenn dann aber tiefschwarze Gewitterwolken aufkommen, und der Himmel auf den Kopf herabzufallen scheint, dann verwandelt sich diese leichtfüssige Gläubigkeit plötzlich in Panik und Schrecken. Das Erstaunlichste dabei aber ist, dass Gott Sein ganzes Volk immer dann preisgegeben hat, wenn es seinen Glauben nicht über sein Herz hinauszuheben vermochte und die empfangenen Zusagen Gottes nicht gleichsprechend auf seinen Lippen trug. Euch geschehe nach eurem Glauben wurde daher schon immer zum Schicksal ganzer Völker. Gerade in schweren Tagen wie diesen ist es von allergrösster Wichtigkeit, dass wir folgende zwei Faktoren vor Augen haben: 1. Das Versprechen Gottes „und in jener Zeit wird dein Volk gerettet werden“ wird sich ausschliesslich zu einer Zeit äusserster Bedrängnis erfüllen, wie sie gefühlt noch nie gewesen ist. 2. Doch es reicht nicht aus, diese göttliche Gesetzmässigkeit bloss mit dem Herzen zu glauben und zu bewahren. Es gilt an dieser gesetzmässigen Verheissung festzuhalten, indem man sie zur Ehre Gottes auch glaubend mit dem Munde ausspricht! Denn Röm. 10,10 lehrt uns: „Mit dem Herzen wird geglaubt, hinein in Gesamtgerechtigkeit, und mit dem Mund wird übereinstimmend gesprochen hinein zur Rettung (zum Heil).“ Nachdem wir das Prinzip dieser zwei ineinandergreifenden Heilsmethoden Gottes verstanden haben, wenden wir es nun auf das aktuelle Weltgeschehen an. Denn gerade ist der sogenannte „rollende Stein“ dabei, sich ontisch, also naturgesetzmässig, durchzusetzen. Der rollende Stein Mt. 21,42 „Jesus spricht zu ihnen: Habt ihr nie in den Schriften gelesen: Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, dieser ist zum Eckstein geworden; von dem HERRN her ist er dies geworden, und was keiner für möglich gehalten hat, das tut der Herr vor unseren Augen?“
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