14 zugänglich. Wir können uns bewusst entscheiden, von welcher Macht wir uns leiten lassen möchten. Er bestätigt meine Ausführungen und fügt hinzu, dass er so dankbar sei, dass er uns kennengelernt hat. Auch wenn es traurig sei, sei es doch eine geführte Fügung des Schicksals gewesen. Er dachte immer, er sei der Einzige, der so denkt. Er möchte mithelfen und mit seiner Lebensgeschichte dazu beitragen, dass das aufgedeckt wird und aufhört. Obwohl ich mir zu Beginn vorgenommen habe, kein einziges Wort zu viel zu reden und ihm bis aufs Letzte zu misstrauen, sprechen wir über eine Stunde lang. Immer wieder kommen Schübe der Busse über ihn, und er erkundigt sich genau nach meinem Ergehen. „Ich bete jeden Tag für Sie!“ … Ich vergebe ihm auch noch einmal mündlich, mein Geist ist sehr bewegt. Ich frage ihn, ob ich für ihn beten dürfe, worum er mich sehr bittet. Wir einigen uns auf eine monatliche Rate, die er aufbringen kann, bis alle Rechnungen und ein vergleichsweise kleines Schmerzensgeld beglichen sind. Ich rechne ihm vor, wie viele Tausend Franken ich gespart habe, indem ich meine gebrochene Nase nicht habe operieren lassen (siehe Rundbrief Juli) und keine teure Traumatherapie in Anspruch genommen habe. Mein Entgegenkommen und meine Gnade haben ihn total umgehauen und verändert, wie er mir mehrmals schrieb. Er ist von meiner Geradlinigkeit und Hingabe sehr berührt und sagt, ich sei ein Engel. Ab da musste ich auf Vertrauen gehen, denn auf meinem Tisch lagen Rechnungen von Sanitätsdienst und Spitälern, von denen die Krankenkasse keinen Rappen bezahlen wollte. Ich konnte nur noch auf den Glauben gehen, dass unsere Botschaft wahr ist, dass es Verwandlung gibt, und dass dieser Mensch nicht nur mit Worten, sondern auch mit seinen Taten von den bösen Mächten zu den guten wechselt. Nach unserem Gespräch erschienen zwei grosse und farbenprächtige Regenbogen am Himmel. So wie mein leiblicher Bruder sich, von den guten Mächten ausgelebt, plötzlich den bösen Mächten geöffnet hatte, die ihn jetzt ausleben, so kam es mir bei diesem Täter genau umgekehrt vor. Im ersten Moment sah er ja sogar noch aus wie mein ältester Bruder, als er so auf mich reinhaute … Mittlerweile sind einige Monate vergangen, und er hat jede Rate treu bezahlt, er hat sogar den Überweisungstag langsam nach vorne verschoben, damit ich das Geld immer etwas früher hatte. Er schrieb mir, dass sein Leben sich ab dem Tag der Attacke komplett verändert hat, weil er etwas kennengelernt hat, das anders ist als die 99 % Menschen, die er vorher kennenlernte. Er hat nicht mehr daran geglaubt, dass es aufrichtige Menschen gibt. Er hatte die Hoffnung eigentlich schon aufgegeben. So wird er jetzt Schritt für Schritt den Weg der Verwandlung gehen dürfen. Nun war er bereits bei der 22. AZK und bedankte sich sehr, dass er dabei sein durfte (www.kla.tv/AZK22). Meinen Film „1024 Überlebende ritueller Gewalt“ (www.kla.tv/39016) hat er sich ebenso angeschaut. Er konnte diese
RkJQdWJsaXNoZXIy MTY5NDM=