7 Noch nie in meinem Leben wollte ich ein Handy haben, da ich die Risiken schon kannte, die das Benutzen mit sich bringen1. Das anfänglich wenig gebrauchte Handy habe ich immer mehr benutzt, und dann sollte ich auch noch Termine mit den Kunden direkt übers Handy ausmachen. Nach einiger Zeit ging es mir nicht mehr gut. Nicht nur, weil ich eigentlich gar kein Handy wollte, sondern, weil ich auch nach längerem Telefonieren Kopfschmerzen hatte. Da ich „ja eh erreichbar war“, wurde ich auch oft unnötigerweise angerufen … 2019 sprach Ivo am Freundestreffen, dass Lebensqualität-XXL nur möglich ist ohne Mobilfunkstrahlung im Leben2: „Wenn man wartet, kommt die Zeit, da kostet es einen alles.“ Das hat mich sehr angesprochen und ich habe gemerkt, dass ich hier aktiv etwas machen muss, bevor es mich bleibend die Gesundheit kostet. Ich spürte, dass „Weglaufen“ – also die Arbeit wechseln – keine Lösung ist. Ab da war ich immer wieder in stärkere Konfrontationen mit dem Chef verwickelt, weil es ihm gefühlt das Wichtigste war, dass ich erreichbar bin. Das konnte ich nicht verstehen, weil er vor 30-40 Jahren ja auch keine Handys bei der Arbeit hatte. Mit der Zeit durfte ich lernen, darin fest zu werden, die Abläufe in der Firma kennenzulernen und alles so einzuspuren, dass es besser ohne Handy läuft. Die Hauptübung ist, das Handy auszulassen und meinem Gott zu vertrauen, dass Er mich führt, dass 1 https://www.kla.tv/5G-Mobilfunk ich z. B. Noteinsätze wie Gasgeruch/ Rohrbruch/Heizungsausfall usw. nicht verpasse. Es gilt darauf zu vertrauen, dass ich rechtzeitig spüre, wann ich mich mal über Festnetz bei der Firma melde, oder dass ich einfach zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin. Nun ja – seit ca. zwei Jahren ist das Handy nur noch ausgeschaltet dabei, und ich kann sagen, ich benutze es gar nicht mehr. Jetzt ist das alte Handy auch nur noch ein Mitbringsel von vergangener Zeit, dass nur noch ausgeschaltet mitfahren darf für den „Notfall“, den es bisher aber nicht gab. Ich bin jetzt seit acht Jahren im Service – mit und ohne Handy – und ich kann sagen, dass es keine Situation gab, wo es mal nicht aufgegangen ist. Auch was die Hotline betrifft, lernt man am schnellsten, wenn man die eigenen göttlichen Fähigkeiten anzapft und nicht immer die von anderen. Der Chef gibt mir nun immer mehr Verantwortung und Freiheiten, weil er ja sieht, dass es bei mir wirklich schnell und perfekt aufgeht. Ich kann wirklich nur Mut machen, alte Wege zu verlassen, auch wenn seit zwei Generationen die eingelaufenen Wege nicht so schnell verlassen werden. Aber Du kannst es! Es macht Spass, Wege zu entdecken, die eh viel besser sind. Man ist wieder frei im Kopf und sieht, wie kompliziert die Abläufe heutzutage gemacht werden. Dabei kann es doch so einfach sein. In meinem Fall: Einfach mal beim Kunden kurz vorbeifahren und ein nettes Gespräch führen, anstatt die Leute nur noch über das Handy zu kennen. 2 Wenn Du die ganze Predigt hören möchtest: www.sasek.tv/de/lebensqualitaet/predigt
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