5 Bei uns war es so, dass es immer wieder mal kleine Streitereien gab. Wir redeten miteinander in einem schlechten Ton oder drückten einander runter. Und wenn wir einen Streit hatten, dann ging der meistens immer weiter, obwohl wir ihn geklärt hatten. Das war dann wirklich nicht schön. Denn meistens haben wir den Streit gar nicht selbst geklärt, sondern sind einfach zu Mama oder Papa gegangen. Oder wir haben einfach schnell „Entschuldigung“ gesagt, aber das hat nicht wirklich geholfen. Papa hat dann mal in der Familienversammlung geredet über „dem Bösen keinen Raum geben“. Er hat erklärt, dass wir mit dem Streiten dem Bösen Raum geben. Weil der Böse möchte nur, dass wir nicht eins sind und darum gibt es Streit. Aber er kommt nie richtig raus, weil wir nur schnell „Entschuldigung“ sagen, und es gar nicht so von Herzen kommt. Papa hat dann gesagt, „Entschuldigung“ heisst eigentlich, dass man sich selbst die Schuld wegnimmt, aber das kann nur der andere machen, dem man etwas angetan hat. Wir haben uns dann gefragt, wie wir etwas klären, so dass der Friede wieder ganz da ist. Da hat Papa uns geraten, beim Klären zu sagen: „Es tut mir leid, kannst du mir bitte vergeben?“ Dann haben wir in einem Rollenspiel das miteinander geübt ☺. So konnten wir es uns dann ganz gut merken. Schon am gleichen Abend haben wir vier Mädchen uns wieder böse Sachen gesagt. Da haben wir das Gelernte gleich angewendet und nachher hatten wir gleich wieder richtig Frieden, weil 1 https://www.sasek.tv/de/fragen/oratorium/4/true jede sich von Herzen entschuldigen und die andere ganz verzeihen konnte. Und immer, wenn wir die Streitereien genau so klären, dann ist es danach richtig schön. Das möchten wir Dir weitergeben, dass auch Du richtig Frieden haben kannst. Dazu gibt es auch ein ganz tolles Lied vom Oratorium 2004. Es heisst „Der Streit“, und man kann davon sehr viel lernen.1 Bis zum nächsten Mal Deine Dana mit Samantha, Kosima und Amina Kleines Glaubensbekenntnis mit grosser Auswirkung von Boasa Sasek, CH, 21 J. „Oh, nein! Das gibt’s doch nicht! Jetzt liege ich einen Tag vor unserer 22. AZK flach im Bett und muss mich ständig übergeben. Es gibt doch gerade heute so viel zu tun! Ich habe auf diesen Tag hin so viel geplant, Abklärungen gemacht und vorbereitet, damit ich heute mit meinem Team richtig durchstarten und alles vorbereiten kann für die Verpflegung und Infrastruktur der 130 Techniker, Referenten und Gäste, die an der 22. AZK anwesend sein werden! Was mach ich denn jetzt?“ Ganz viel Sorge und Verzweiflung wollten gerade anklopfen und mich voll und ganz einnehmen! Doch dann kam mir ein Moment der vergangenen Woche in den Sinn: Ich sass mit Papi, Mami und Lois am Mittagstisch, als wir gerade über die vielen Angriffe, die auf geistiger, seelischer und körperlicher Ebene gerade gegen uns laufen, austauschten. Es schien
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