Krieg in Gerechtigkeit - Ivo Sasek - Elaion-Verlag
Schule der Gesetzmässigkeiten 99 herbei. Wir Christen gleichen darum manchmal den eitlen Kinogängern. Wenn irgendwo ein heldenhafter Karatefilm z.B. mit „Bruce Lee“ gezeigt wird, dann stelle dich einmal an den Ausgang, wenn die Leute das Kino verlassen. Dann weisst du, was ich meine. Da schreiten plötzlich auch die grössten Feiglinge selbstsicher wie Helden aus der Tür. Einige von ihnen stellen ihre Brust und schauen kampflüs- tern nach einem geeigneten Rivalen aus. Sind wir nicht oft genauso? Möchten wir nach einem imposanten Zeugnis nicht lieber heute schon als morgen wie Asael einem grossen Abner nachjagen, wie Israel auf Pferden fliegen oder wie die sieben Söhne des Skevas die Dämonen austreiben? Und genau auf diesem Weg lernen wir den Tag der geringen Anfänge zu verachten und kommen zu Fall. Wir möchten immer gerne die verheissenen „grösseren Werke“ tun, bevor wir „die (ganz normalen) Werke Jesu“ getan haben (Joh. 14,12) 1 . Wir wollen uns im Missionsfeld bewähren, bevor wir uns in der Gemeinde am Ort bewährt haben. Wir wollen Gemeinden gründen und ihnen vorstehen, bevor wir unserem eigenen Haus vorstehen gelernt haben usw. usf. Zum Nachdenken: Hast du auf Grund des bisher Geschriebenen bereits konkrete Erfahrungen machen können? Konntest du schon unnötigen Ballast abwerfen, bisher verhinderten Segen zurückempfan- gen und tiefere Klarheit und Unterscheidung empfangen? 1 „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, der wird auch die Werke tun, die ich tue, und wird grössere als diese tun, weil ich zum Vater gehe.“
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