Krieg in Gerechtigkeit - Ivo Sasek - Elaion-Verlag

Schule der Gesetzmässigkeiten 93 Die [Gm] von „Setzung und Hierarchie“ Als Jesus und Seine Mutter in Kana zum Hochzeitsfest geladen waren, forderte Maria Ihn auf, etwas gegen den peinlichen Weinmangel zu tun. Jesus aber antwortete sogleich: „Was kümmern dich meine Angelegenheiten – Frau? Meine Stunde ist noch nicht gekommen.“ (Joh. 2,4 , Menge ). Früher dachte ich immer, Jesus hätte hier etwas zu hart und eng reagiert. Aber das stimmt nicht. Er blieb ledig- lich einer unverrückbaren Gesetzmässigkeit verpflichtet. Alles und jedes im Leben ist eben in Verantwortungs-, Pflicht- und Kompetenzbereiche aufgeteilt. Deshalb fragte Jesus: „Was steht mir – und was dir zu?“ (Schlachter). Maria hatte ihren Kompetenzbereich überschritten und somit gegen eine Schöpfungs- resp. Geistesordnung verstossen. Darum heisst es auch in 1. Petr. 4,15 : „Niemand leide als Mörder oder Dieb oder Übeltäter ... oder als einer, der sich in fremde Bereiche mischt.“ Wie schwerwiegend die Schrift das Eingreifen in fremde Autoritätsbereiche wertet, erkennen wir daran, dass bei einer Missachtung dieser [Gm] in die Sünderliste der Mörder, Diebe und Übeltäter einge- reiht wird Wenn wir die Gesetzmässigkeiten in Bezug auf Setzung und hierarchische Ordnung respektieren wollen, dann müssen wir unbedingt in allem zuerst diese zwei grundlegenden Fragen überlegen: 1. Ist es mein Teil? 2. Ist es jetzt an der Zeit? Denn Jesus sagte auch: „Meine Stunde ist noch nicht gekommen.“ Jedes Unternehmen hat seine Zeit und Ordnung. Übergehen wir diese [Gm], dann schaden wir uns unablässig

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