Krieg in Gerechtigkeit - Ivo Sasek - Elaion-Verlag
Schule der Gesetzmässigkeiten 91 Ihr könnt Gott nicht dienen! In diesem Wissen dürfen wir auch an all die Aufrichtung und Wiederherstellung der Ordnungen Gottes in unserem Leben gehen. Je aussichtsloser es für uns scheint, desto besser also die Voraussetzung für ein göttliches Gelingen. Denn bevor es um die Aufrichtung des Reiches Gottes, ja um jegliche Art wahren Gottesdienstes und geistlicher Kriegs- führung überhaupt geht, müssen wir mit der grundlegends- ten aller Gesetzmässigkeiten vertraut gemacht werden. Diese grundlegendste aller Gesetzesmässigkeiten im Reiche Gottes wird mit den Worten aus Jos. 24,19 und Joh. 15,5 am trefflichsten umschrieben: „Ihr könnt Gott nicht die- nen!“ – „... denn ohne mich könnt ihr nichts tun!“ – selbst wenn wir es noch so aufrichtig wollten und gut mein- ten! (Jos. 24,18) 1 . Darum handelt Gott sehr edelmütig an uns, wie es Jesus einst auch nach der Brotvermehrung mit dem Brot getan hat. Da wir, nach dem Zeugnis Gottes selbst, Gott gar nicht dienen können, sind wir ja gewisser- massen „überflüssig“, wie die damals liegengebliebenen Brotbrocken. Um der Hochachtung des Niedrigen und Vorhandenen willen aber sagte Jesus zu Seinen Jüngern: „Sammelt die übriggebliebenen Brocken, damit nichts umkomme!“ (Joh. 6,12). Obwohl Jesus von uns also sagen muss: „Ohne mich könnt ihr nichts tun!“ (Joh. 15,5) , nimmt Er uns doch auf, füllt uns mit Sich selbst und lässt uns hernach zur Speise und Rettung für diese Welt werden. 1 „Und der HERR hat alle Völker und die Amoriter, die Bewohner des Landes, vor uns vertrieben. Auch wir wollen dem HERRN dienen, denn er ist unser Gott!“
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