Krieg in Gerechtigkeit - Ivo Sasek - Elaion-Verlag
Schule der Gesetzmässigkeiten 87 mehr soll zuletzt sogar noch übrigbleiben! Und wenn wir einmal wirklich gar nichts mehr haben, nicht einmal ein ein- ziges Brot? Ja, dann wird es noch herrlicher – dann sollen wir vertrauensvoll an Israel in der Wüste und an Elia in der Hungersnot denken. Dann öffnet sich der Himmel und Manna fällt herab, oder es kommen die Raben und versor- gen uns mit Brot! Oh, wie mancher Christ beklagt beständig nur seine Einsamkeit, sein zu hohes oder zu geringes Alter, seine zu geringen Gaben und Möglichkeiten! Ob du gerade um deines häufigen Klagens willen unter solche Drücke, Depressionen, Ängste, Verzweiflungen und Umdunklungen geraten bist? Ob deine Einsamkeit nur deshalb ist, weil du in dem, den dir Gott gegenübergestellt hat, keinen genügenden Partner, keine wirkliche Hilfe siehst? Ob deine Mängel des- halb so gross sind, weil du das Wenige nicht einsetzt, das du hast? Gib doch, was du hast! Sonst wird dir anstelle der Vermehrung auch das Letzte noch genommen werden! Ich meinte jahrelang mit Gott um „noch mehr Heiligen Geist und grössere Gaben“ feilschen zu müssen. Als ich fix und fertig und eben daran war, alles aufzugeben, konnte mir Gott endlich das Geheimnis der Achtung des Vorhandenen offen- baren: „Denkst du, es würde dir je an Heiligem Geist und an Gaben fehlen, wenn du nur getreu an Meine Arbeit und an das Werk gehst, das Ich dich heissen werde?“ (Apg. 5,32) 1 . Noch nie hat Gott Gesalbte berufen! Aber Er hat immer die- jenigen gesalbt, die bereit waren, im Glauben zu gehorchen. Was sagte Gott damals zu Gideon, der nur ein armer, junger Mann aus der geringsten Sippe Manasses war? „Gehe hin in 1 „Und wir sind Zeugen von diesen Dingen, und der Heilige Geist, den Gott denen gegeben hat, die ihm gehorchen.“
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