Krieg in Gerechtigkeit - Ivo Sasek - Elaion-Verlag
86 Göttliche Mathematik Auch die Jünger Jesu waren Verächter des Vorhandenen. Als Jesus sie vor dem Sauerteig (d.h. vor der falschen Lehre der Pharisäer) warnte, missverstanden sie Ihn und meinten, Er würde vom Sauerteig des Brotes reden . „Sogleich über- legten sie miteinander: Weil wir keine Brote haben!“ (Mk. 8,16). Zwei Verse weiter oben steht aber klipp und klar, dass sie zumindest ein Brot bei sich hatten (V. 14) 1 . Kein Wunder, dass Jesus sie hart schalt und ihnen Herzens- verhärtung, Taubheit und Blindheit vorwarf. Jesus duldete es einfach nicht, wenn Seine Jünger EIN Brot KEIN Brot nannten. Wie oft nennen wir „ EIN Brot KEIN Brot“? Anschliessend gab Jesus Seinen Jüngern eine Lektion gött- licher Mathematik: Er fragte sie, wie viele Körbe übrig- geblieben waren, als Er die fünf Brote unter die Fünftausend gebrochen hatte. Sie antworteten: „Zwölf!“ Dann wollte Er wissen, wie viele Körbe übriggeblieben waren, als Er die sieben Brote unter die Viertausend gebrochen hatte. Sie antworteten: „Sieben!“ Wie genau sie sich doch erinnern konnten! Darum sprach Jesus zu ihnen: „VERSTEHT IHR NOCH NICHT?“ (Mk. 8,21). Was sollten sie verstehen? Sie sollten verstehen, dass die göttliche Rechnungsweise der menschlichen Rechnungsweise in allem diametral entgegen- gesetzt ist, denn „5 : 5.000 = 12“, und „7 : 4.000 = 7“ ... übrige Körbe! Mit anderen Worten: Je weniger wir im Verhältnis noch haben – und es im Glauben einsetzen – desto 4 „Er meinte aber, seine Brüder würden verstehen, dass Gott ihnen durch seine Hand Rettung gebe; sie aber verstanden es nicht.“ 1 „Und sie vergassen, Brote mitzunehmen, und ausser einem Brot hatten sie nichts bei sich auf dem Boot.“
Made with FlippingBook
RkJQdWJsaXNoZXIy MTY5NDM=