Krieg in Gerechtigkeit - Ivo Sasek - Elaion-Verlag

Schule der Gesetzmässigkeiten 85 zuvor und liess uns alles in überreicher Weise zufallen, sodass uns bis zum heutigen Tag nichts mangelt. Solcherlei Erfahrungen könnten wir hier seitenweise berichten. Zu nichts neigt der natürliche Mensch mehr als zur Verach- tung des Geringen und auch des Vorhandenen. Gott aber neigt zu nichts so sehr wie gerade zur Achtung und Bevor- zugung desselben. Wie verachteten z.B. viele die Grund- legung des zweiten Tempels – Gott aber legte ausgerechnet auf diesen äusserlich verächtlicheren Grund die grössere Verheissung (Hag. 2,4.9 1 ; Sach. 4,10 2 ) . Dasselbe trifft in diesen Tagen auf den neutestamentlichen Gemeindebau zu. So leicht vergleicht man den vorhandenen Grund der eigenen Gemeinde mit den Grundrissen der ersten Gemeinde zu Pfingsten. Der Unterschied ist dabei so augenscheinlich, dass man anstelle des Vorhandenen nur noch das sieht, was alles nicht ist. Ebenso verachten die Gläubigen immer wieder die prophetischen Stimmen aus ihrer eigenen Mitte und begehren irrtümlicherweise die grossen „Propheten aus der Ferne“, – dabei wird Gott stets das wesentliche Teil durch das Vorhandene und Nahe wirken (Mt. 23,37-39 3 ; Apg. 7,25 4 ) . 1 „Und nun sei stark, Serubbabel! spricht der HERR. Und sei stark, Jeschua, Sohn des Jozadak, du Hoherpriester, und seid stark, alles Volk des Landes, spricht der HERR, und arbeitet! Denn ich bin mit euch, spricht der HERR der Heerscharen.“ “Grösser wird die Herrlichkeit dieses künftigen Hauses sein als die des früheren, spricht der HERR der Heerscharen, und an diesem Ort will ich Frieden geben, spricht der HERR der Heerscharen.“ 2 „Denn wer hat den Tag kleiner Dinge (Anfänge) verachtet? Und sie werden sich freuen und den Stein des Senkbleis in der Hand Serubbabels sehen.“ 3 „Jerusalem, Jerusalem, die da tötet die Propheten und steinigt, die zu ihr gesandt sind! Wie oft habe ich deine Kinder versammeln wollen, wie eine Henne ihre Küken versammelt unter ihre Flügel, und ihr habt nicht gewollt! Siehe, euer Haus wird euch öde gelassen; denn ich sage euch: Ihr werdet mich von jetzt an nicht sehen, bis ihr sprecht: »Gepriesen sei, der da kommt im Namen des Herrn!«“

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