Krieg in Gerechtigkeit - Ivo Sasek - Elaion-Verlag

Schule der Gesetzmässigkeiten 83 (1. Kö. 17,1-16) . In derselben Weise ehrte auch Elisa das Vorhandene einer verarmten Witwe, als diese weinend vor ihm stand. Ohne lange überlegen zu müssen, fragte er sie sogleich (nicht ihren vermögenden Nachbarn): „Sag mir, was hast du in deinem Haus?“ (2. Kö. 4,2). Sie verfügte noch über eine kleine Menge Öl, mit der man sich gerade noch den Körper einsalben konnte. Dieses verachtete Wenige war hochheilig in den Augen Gottes! Es wurden darum viele volle Krüge daraus, als Elisa es heiligte. Geliebte, wie stehen wir zu unserem Vorhandenen? Erkennen wir schon, dass es sich hier um eine überaus wichtige und folgenschwere [Gm] handelt? Von allem, was in den Augen Gottes heilig ist, geht nämlich entweder Segen oder Fluch aus. Segen, wenn wir es heilig achten – Fluch aber, wenn wir es als profan verwerfen (z.B. das Mahl des Herrn, 1. Kor. 11 ). So, wie also die Heiligung des geringen Vorhandenen einen so überaus grossen Segen und eine so grosse Verheissung auf sich trägt, so hat die Verachtung des Vorhandenen (oder Überrestes) auf der anderen Seite auch eine ebenso folgenschwere nega- tive Konsequenz. Deshalb wurde derjenige Knecht, der sein Talent verachtete, zuletzt in die äusserste Finsternis gewor- fen (Mt. 25,30) 1 ! Darum heisst es auch: „Denn wer da hat, dem wird gegeben werden“ (Mt. 13,12). Wenn wir aber Menschen sind, die immer nur über unsere Mängel klagen und von unserem Wenigen so reden, als hätten wir nichts – dann muss uns zuletzt auch das noch genommen werden, was wir haben! (Mt. 13,12) 2 1 „Und den unnützen Knecht werft hinaus in die äusserste Finsternis; da wird das Weinen und das Zähneknirschen sein.“ 2 „... denn wer hat, dem wird gegeben und überreichlich gewährt werden; wer aber nicht hat, von dem wird selbst, was er hat, genommen werden.“

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