Krieg in Gerechtigkeit - Ivo Sasek - Elaion-Verlag

82 Die Gesetzmässigkeit der „Heiligkeit des Vorhandenen“ Weil Gott dem menschlich Geringen und Verächtlichen in allem die höhere Stellung zugelost hat, wird Er auch niemals, wenn Er etwas durch uns oder für uns wirken soll, unser „Vorhandenes“ übergehen oder verachten. Er will stets so lange durch das Vorhandene wirken, wie eben noch etwas vorhanden ist. Gott knüpfte darum immer an einen Überrest an, wenn Er unter Seinem gefallenen Volk wieder Neues wirken wollte – egal, wie gering jener auch sein mochte. In diesem Sinne knüpfte Gott auch an den gefallenen Adam wieder an, obgleich von ihm nur noch „Fleisch und Blut“ übriggeblieben war. Wie Grosses hat Er aus diesem Verächtlichen, Vorhandenen gemacht! In der Tat beweist uns die Schrift, dass überall dort, wo die [Gm] der „Hoheit des Vorhandenen“ beachtet wurde, eine überaus grosse Vermehrung stattgefunden hat. Jesus achtete die vorhandenen fünf Brote und speiste damit 5.000 (Mk. 8,19) 1 ! Weshalb sandte wohl Gott den Elia, als Er ihn retten wollte, zu einer armen Witwe, die selber am Verhungern war, und nicht zu irgendeinem reichen Mann? Elia sollte das wenige Vorhandene der armen Witwe „heili- gen“ („heiligen“ im Sinne von „etwas für Gott verfügbar machen“), damit Gott es vermehren konnte. Zuvor musste er aber auch ihr letztes Restchen Brot noch fordern und aufzehren. So konnte aus der Handvoll Mehl und aus der Salbung Öl ein wahres Vorratslager an Speise werden 1 „Und erinnert ihr euch nicht, als ich die fünf Brote unter die Fünftausend brach, wie viele Handkörbe voll Brocken ihr aufgehoben habt?“

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