Krieg in Gerechtigkeit - Ivo Sasek - Elaion-Verlag
Schule der Gesetzmässigkeiten 81 (Mt. 17,20) 1 . Auch hier liegt die Hoheit auf dem Geringen. Mit anderen Worten: Je geringer meine Mittel sind, je aus- sichtsloser meine Lage, je kleiner meine Kraft ist (d.h. wenn mein Glaube im Verhältnis zum Problem nur noch wie ein Senfkorn wirkt), desto mehr darf ich von Gott erwarten – desto mehr wird überhaupt erst möglich! Denk an die arme Witwe und ihr Scherflein! Die [Gm] der „Hoheit des Nied- rigen“ sagt nichts Geringeres aus als: Je ärmer wir sind, desto mehr k ö nnen wir geben! Der Grad unserer Armut steigert prozentual den Wert unserer Gabe. Wenn es nur der Substanz nach noch lebendiger Glaube ist, dann wird das Geringste (Senfkorn) ausgerechnet zum Überwinder des Grössten (Berges) (V. 20) . Jesus rühmt deshalb jeden Glauben, wenn er auch noch so klein ist. Er tadelt aber immer den „Klein-“ sprich „Unglauben“. Ein kleiner Glaube ist nie das wirkliche Verhängnis, vielmehr ist das unser Verhängnis, wenn wir das Wenige, das wir haben, als zu gering verachten, ein Unglaube daraus entsteht. Im Weiteren befassen wir uns mit einer eng verwandten [Gm] der „Hoheit des Niedrigen“. 1 „Er aber spricht zu ihnen: Wegen eures Kleinglaubens, denn wahrlich, ich sage euch, wenn ihr Glauben habt wie ein Senfkorn, so werdet ihr zu diesem Berg sagen: Hebe dich weg von hier dorthin! und er wird sich hinwegheben. Und nichts wird euch unmöglich sein.“
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