Krieg in Gerechtigkeit - Ivo Sasek - Elaion-Verlag

Schule der Gesetzmässigkeiten 79 dass so viele Schlüsselpersonen der biblischen Heilsge- schichte durch zuvor hartnäckig unfruchtbare Frauen geboren wurden? Ich denke z.B. an Isaak, Jakob, Josef, Samuel, Simson, Johannes den Täufer usw. usf. Geschwister, Gott nennt darum diejenigen, die wir einfach „Schwache“ nennen, nur die „scheinbar Schwächeren“ (1. Kor. 12,22) 1 . In Tat und Wahrheit haben sie eben hoheitlichen Vorrang! Sie sind insofern sogar die Stärkeren, weil die Starken direkt von ihnen abhängig sind. Sie sind den Starken zum Massstab, zum Segen oder zum Fluch gesetzt. Gott hat uns alles Niedrige, Schwache, Elende und Verachtete, also alles, was wir von Natur aus so gerne übergehen und übersehen, zur Richt- schnur gesetzt. Deshalb sagt Jesus auch in Mt. 25,40 : „Was ihr einem dieser Geringsten getan habt, das habt ihr auch mir getan (oder eben nicht!) .“ Nicht diejenigen Werke, die wir an den uns sympathischen und geschätzten Menschen getan haben, zählen also bei Gott, sondern diejenigen, die wir an den in unseren Augen Verächtlichen gewirkt haben. So, wie wir also dem Niedrigen gegenüber sind, so sind wir in Wirklichkeit – und kein Haar besser! Dieses Prinzip der „Hoheit des Verächtlichen“ findet sich aber auch auf allen anderen Gebieten und Ebenen des Lebens im Reich Gottes. Der ewige Grundsatz dieser [Gm] heisst: „Alles, was im Reich Gottes einst gross werden soll, muss 5 „Juble, du Unfruchtbare, die nicht geboren, brich in Jubel aus und jauchze, die keine Wehen gehabt hat! Denn die Söhne der Einsamen sind zahlreicher als die Söhne der Verheirateten, spricht der HERR.“ 1 „Sondern gerade die Glieder des Leibes, die schwächer zu sein scheinen, sind notwendig ...“

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