Krieg in Gerechtigkeit - Ivo Sasek - Elaion-Verlag
78 Schwachen anzunehmen. So ist unsere Rehabilitationsarbeit entstanden. Wir können die Bibel von hinten nach vorn und von vorn nach hinten durchlesen: Überall werden wir erken- nen müssen, dass Gott dem Niedrigeren den Vorrang, dem Verächtlichen die Hoheit zugelost hat (1. Kor. 1,26ff) 1 . Darum ist Gott auch ein Gott der „Waisen und Witwen“ (Ps. 68,5-6) 2 . Deshalb steht Gott so vehement für die „Armen und Fremdlinge“ ein (2. Mo. 22,20-26) 3 und gibt den „Unfruchtbaren und Elenden“ besonderes Gehör, wenn sie zu Ihm schreien (Ps. 12,6 4 und Jes. 54,1 5 ) . Ist es ein Zufall, 1 „Denn seht, eure Berufung, Brüder, dass es nicht viele Weise nach dem Fleisch, nicht viele Mächtige, nicht viele Edle sind; sondern das Törichte der Welt hat Gott auserwählt, damit er die Weisen zuschanden mache; und das Schwache der Welt hat Gott auserwählt, damit er das Starke zuschanden mache. Und das Unedle der Welt und das Verachtete hat Gott auserwählt, das, was nicht ist, damit er das, was ist, zunichte mache, dass sich vor Gott kein Fleisch rühme ...“ 2 „Singt Gott, spielt seinem Namen! Macht Bahn dem, der einherfährt durch die Wüsten. Jah ist sein Name, und frohlockt vor ihm! Ein Vater der Waisen und ein Richter der Witwen ist Gott in seiner heiligen Wohnung.“ 3 „Den Fremden sollst du weder unterdrücken noch bedrängen, denn Fremde seid ihr im Land Ägypten gewesen. Keine Witwe oder Waise dürft ihr bedrücken. Falls du sie in irgendeiner Weise bedrückst, dann werde ich, wenn sie wirklich zu mir schreien muss, ihr Geschrei gewiss erhören, und mein Zorn wird entbrennen, und ich werde euch mit dem Schwert umbringen, so dass eure Frauen Witwen und eure Kinder Waisen werden. – Falls du einem aus meinem Volk, dem Elenden bei dir, Geld leihst, dann sei gegen ihn nicht wie ein Gläubiger; ihr sollt ihm keinen Zins auferlegen. – Falls du wirklich den Mantel deines Nächsten zum Pfand nimmst, sollst du ihm diesen zurückgeben, ehe die Sonne untergeht; denn er ist seine einzige Decke, seine Umhüllung für seine Haut. Worin soll er sonst liegen? Wenn er dann zu mir schreit, wird es geschehen, dass ich ihn erhören werde, denn ich bin gnädig.“ 4 „Wegen der gewalttätigen Behandlung der Elenden, wegen des Seufzens der Armen will ich nun aufstehen, spricht der HERR; ich will in Sicherheit stellen den, gegen den man schnaubt.“
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