Krieg in Gerechtigkeit - Ivo Sasek - Elaion-Verlag

198 Gemeinde kann nur immer dort sein, wo die Gemeinschaft des Lebens des Christus sich real manifestiert und von den anwesenden Kindern des Lichts geteilt wird. Nichts ausser Christus und Sein erschienenes Leben kann wahre Gemeinde sein . Da geht es nicht um irgendwelche Formen, sondern immer nur um das Leben. Der freie Fluss des Lebens und die echte, ungetrübte Gemeinschaft des Geistes ist die einzig wahre Ausdrucksform der Gemeinde – eine andere gibt es nicht! Es geht immer nur und einzig um die Erhaltung und Förderung dieses geoffenbarten Lebens. Dieses Leben ist eben wachstümlich, und Christus, das Haupt, fügt stets alle Umstände so, dass durch sie das anfangs bloss keimhaft vorhandene Leben zur vollen Entfaltung und Reife gelangt. Um dieses Leben schliesslich zum göttlich verheissenen Vollwuchs und die Gemeinde zur Erlangung ihrer hohen Berufung zu bringen (Eph. 4,13) 1 , bedarf es dann freilich je nachdem auch gewisser Dienste, Kräfte und sonstiger äusse- rer Veränderungen. Da benötigt es bald Apostel und Prophe- ten, bald Diakone, Hirten und Lehrer, bald Gaben und Akti- vitäten usw. Aber weder die Apostel noch die Hirten, weder die Diakone noch die Anzahl der Gläubigen machen die Gemeinde aus – sondern allein das in ihnen und durch sie geoffenbarte gemeinsame Leben. Allein das geoffenbarte Leben des Christus ist die Gemeinde und macht die Ge- meinde aus. Wo immer aber Leben ist, da ist auch beständige Veränderung und Wandel der äusseren Formen. (Beobachte es in der Natur, bei Pflanzen, Tieren und Menschen.) Um also dieses Leben, sprich „die wahre Gemeinde“, lebendig 1 „... bis wir alle hingelangen zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes, zur vollen Mannesreife, zum Vollmass des Wuchses der Fülle Christi.“

RkJQdWJsaXNoZXIy MTY5NDM=