Krieg in Gerechtigkeit - Ivo Sasek - Elaion-Verlag
194 verteidigenden Angriff über (Mt. 3,7) 1 , als diese das echte Leben nachahmen wollten. Wo immer das geoffenbarte Le- ben auf dem Spiel stand, berichtet uns die Heilige Schrift von solchen Verteidigungsangriffen. Im Alten Testament dürfte Pinhas einer der berühmtesten Verteidiger des Lebens gewesen sein (4. Mo. 25,6-12) . Als in Folge der eingeschlichenen Sünde wieder einmal Tausende von Israeliten das Leben verloren und der widerspenstige Simri mit seiner midianitischen Kosbi obendrein durch pro- vozierende Hurerei das Mass der Sünde vollzumachen gedachte, da stand Pinhas auf, nahm seinen Speer zur Hand und durchbohrte das unzüchtige Paar mitten durch ihren Un- terleib. Sie starben. Diese Tat wurde Pinhas (wie Abraham!) von Gott zur Gerechtigkeit gerechnet! Durch diesen Verteidi- gungsakt spendete ihm Gott einen Bund des Friedens (V. 12) und den Bund eines ewigen Priestertums (V. 13) . Weil Pinhas das Leben verteidigte, wandte Gott Seinen Zorn von Israel (V. 11) ab. Die Verteidigung des Lebens durch Schonung Das erschienene Leben muss je nach Situation aber auch durch SCHONUNG verteidigt werden. Je nachdem muss anstatt eines offenen Verteidigungsangriffes auch einmal bloss das schonende Vorbild eines Knechtes Gottes treten 1 „Als er aber viele der Pharisäer und Sadduzäer zu seiner Taufe kommen sah, sprach er zu ihnen: Otternbrut! Wer hat euch gewiesen, dem kommenden Zorn zu entfliehen?“
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