Krieg in Gerechtigkeit - Ivo Sasek - Elaion-Verlag
Die Wiederherstellung der göttlichen Autorität 171 Saul niedergestossen zu haben. Saul war in den Augen Davids eben „der Gesalbte des Herrn“ und nicht nur „Erzfeind“ (2. Sam. 1,16) . Wie können wir angesichts solcher Zeugen auch nur schon auf den blossen Gedanken kommen, wir könnten unseren zuvor selbsterwählten Autoritäten oder selbstgemachten religiösen Systemen einfach so billig wieder entschlüpfen, sobald wir genug von ihnen haben? Es gibt wohl einen Weg zurück, aber dieser sieht ganz anders aus, als es den meisten von uns lieb ist. Zuvor eigenwillig gegangene Wege können nicht durch eigenwilliges Davon- laufen wiedergutgemacht werden. Der Grundsatz aller Autoritätsfragen wird uns u.a. in Röm. 13,1-2 geoffenbart: „Jede Seele unterwerfe sich den über- geordneten Mächten. Denn es ist KEINE Macht ausser von Gott, und die bestehenden sind von Gott verordnet. “ ( Lies auch Tit. 3,1 1 und 1. Petr. 2,13 2 ) . Wir müssen uns dar- über im Klaren sein, dass Paulus dieses Wort an die Römer unter Nero schrieb. Nero! Gott verpflichtete das gesamte Volk unter diesen grausamen Despoten. Die Aussage „Denn es gibt KEINE Macht ausser von Gott“ zeigt an, dass jedes Volk immer genau die Autorität über sich hat, die es auch verdient. Nero war nun aber keineswegs ein frommer Mann. Um seine Herrschaft und Autorität zu sichern, vergiftete er kurzerhand Britannicus, den Sohn seines Vorgängers Claudius. Nero war m.a.W. ein skrupelloser und grausamer Mörder. Als Nero ca. 64 n. Chr. unter Verdacht geriet, drei 1 „Erinnere sie, staatlichen Gewalten und Mächten untertan zu sein, Gehorsam zu leisten, zu jedem guten Werk bereit zu sein.“ 2 „Ordnet euch aller menschlichen Einrichtung unter um des Herrn willen ...“
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