Krieg in Gerechtigkeit - Ivo Sasek - Elaion-Verlag
166 den Ältesten von Ephesus verabschiedete, mahnte er sie in seiner letzten Rede mit den Worten: „Habt acht auf euch selbst und auf die ganze Herde, in welcher der Heilige Geist euch als Aufseher gesetzt hat ... Ich weiss, dass nach meinem Abschied grausame Wölfe zu euch herein- kommen werden, die die Herde nicht verschonen“ (Apg. 20,28-29). Trotz dieser eindringlichen Ermahnung lehrt uns die Kirchengeschichte eine traurige Entwicklung. In den notgedrungenen Zeiten der Abwesenheit der Apostel und Propheten drängten sich zunehmend Älteste und Aufseher in deren Stellung ( 3. Joh. 9 1 ; Gal. 1 usw.). Als die von Gott gesalbten Diener später intervenieren wollten, erging es ihnen mehr und mehr, wie wir es bereits bei Paulus gesehen haben. Man respektierte kurzerhand ihre Autorität nicht mehr. Die Untergrabung der Autorität der Ältesten Bald darauf mussten aber diese „Ersatzapostel“ (Ältesten) wieder an sich selber ernten, was sie zuvor gesät hatten. Das „Volksrecht“ bzw. die „Demokratie“ nahm Einzug („Volks- recht“ heisst im Griech. übrigens »Laodicea«) , und schon bald traten vom Volk gewählte Diener an die Stelle der einst unter der Autorität der Apostel und Propheten eingesetzten Ältesten usw. usf. 6 „Denn Demas hat mich verlassen, da er den jetzigen Zeitlauf lieb gewonnen hat, und ist nach Thessalonich gegangen, Kreszenz nach Galatien, Titus nach Dalmatien.“ 1 „Ich habe der Gemeinde etwas geschrieben, aber Diotrephes, der gern unter ihnen der Erste sein will, nimmt uns nicht an.“
Made with FlippingBook
RkJQdWJsaXNoZXIy MTY5NDM=