Krieg in Gerechtigkeit - Ivo Sasek - Elaion-Verlag

Kampf der Versöhnung 153 auch ein gleiches Mass an Trost mit sich. Diese Wirklichkeit ergibt sich ja auch aus der Tatsache, dass ein Mitsterben mit Jesus immer auch ein entsprechendes Mitauferstehen hervorbringt (2. Tim. 2,11) 1 . Wie viel unnötigen Kampf und Therapieaufwand könnten wir uns doch ersparen, wenn wir glaubend auf diese Gesetzmässigkeiten des Reiches Gottes hin lebten und uns ihnen verpflichten würden. Jeder Pol muss seinen Gegenpol haben! Deshalb ist alles, was diese heiligen Gegensätze noch nicht in sich vereinigt hat, noch unvollendet und wiederherstellungsbedürftig. Ein- seitigkeit ist nie im Geiste und Wesen Gottes. Deshalb forderte Jesus Seine Jünger nicht nur dazu auf, „einfältig zu sein wie die Tauben“ , sondern auch ebenso „klug zu sein wie die Schlangen“ (Mt. 10,16). Wenn Menschen klug und listig sind, dann fehlt es ihnen auf der anderen Seite meistens an Unverfälschtheit. Sind sie dagegen „ohne Falsch wie Tauben“, dann sind sie dafür nur selten auch entsprechend intelligent und scharfsinnig. Solche Unversöhnlichkeiten sind mächtige Waffen in der Hand des Feindes. In der geist- lichen Kampfführung geht es darum auch um ein sorgfältiges und vor allem gleichmässiges Wachstum in den einander zugeordneten Polen. Einseitiges „Aktiv-Sein für den Herrn“ ist darum immer noch ein Stück „Dienst gegen den Herrn“. 1 „Das Wort ist gewiss. Denn wenn wir mitgestorben sind, werden wir auch mit- leben.“

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