Krieg in Gerechtigkeit - Ivo Sasek - Elaion-Verlag

148 genden Gesetzmässigkeiten hervor. Deshalb können auch aufrichtiger und versöhnender Bruderkuss, Händeschütteln und Schulterklopfen letztlich nur herzlich wenig erneuern und verändern. Versöhnung hat mit anderen Worten mit weit mehr als nur mit gegenseitigem Vergeben und Aufpo- lieren der Beziehungen zu tun. Versöhnt ist etwas erst dann wirklich, wenn Gott es auch wieder in seine ursprüngliche schöpfungsgemässe Stellung hat rücken können. Wir dürfen uns nicht in eigenwilliger Weise versöhnen und nicht dort abschliessen, wo Gott nicht abschliesst. Gott hat in Christus als Erstes die Feindschaft zwischen Juden und Heiden beendet und die trennende Scheidewand abgerissen. Das Endergebnis dieser Versöhnung war aber weit mehr als nur fortan freund- liches Lächeln, Friedensverträge und fromme Allianz. Gott hat aus den beiden feindlichen Parteien einen einzigen Leib (Organismus) in Christus geschaffen, eine neue lebendige und in sich einige Wirklichkeit: „ Ein Leib und ein Geist ... eine Hoffnung der Berufung. Ein Herr, ein Glaube, eine Taufe, ein Gott und Vater aller, der über allen und durch alle und in allen ist“ (Eph. 4,4-6). „Da ist der Einzelne nicht mehr Jude noch Grieche, da ist nicht Sklave noch Freier, da ist nicht Mann noch Frau; denn ihr seid alle EINER in Christus Jesus“ (Gal. 3,28). Lasst uns nun den Grundsatz aller Wiederherstellung und Versöhnung betrachten. Wo immer Gott Sein Wiederherstel- lungswerk der Versöhnung und Einigung tun kann, da äussert sich dies in der Vereinigung äusserster Gegensätze . Ich sagte nicht Widersprüche! Nein, niemals vereinigt Gott „Christus

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