Krieg in Gerechtigkeit - Ivo Sasek - Elaion-Verlag
Kampf der Versöhnung 145 selber vollkommen einig und ungeteilt ist, ist alles in Ihm ewige Harmonie; da ist nichts Getrenntes oder Zusammen- gefügtes, da ist „keine Veränderung noch eines Wechsels Schatten“ , heisst es in Jak. 1,17 . Gott ist völlig EINS in sich selbst. Und genau nach diesem Vorbild und Wesen der Einigkeit schuf Gott ursprünglich die Himmel und die Erde, das Sichtbare und das Unsichtbare. Es gab im Anfang nur zu- sammenwirkende Kräfte (physikalische Gesetze), nur lebens- spendende, lebensfördernde und lebenserhaltende Energien. Alle von Gott geschaffenen Elemente konnten trotz ihrer unendlichen Vielfalt und Verschiedenheit nur in eine einzige Richtung wirken. Alles und jedes war ungezwungene Har- monie, Herrlichkeit und Leben – bis es zu jenem dramati- schen Fall kam. Seit jener Zeit steht nicht allein der Mensch, sondern darüber hinaus auch die gesamte Gottesschöpfung in Feindschaft und Entzweiung mit sich selbst und gegen- über den anderen Wesen oder Elementen. Der Fluch über dem Erdboden war eben gleichzeitig ein Fluch über die gesamte sichtbare Schöpfung (1. Mo. 3,17) 1 . Dieser Fluch beinhaltete die praktische Auslieferung des Menschen und der Schöpfung unter die zersetzende Herrschaft des Ent- zweiers, Verfeinders und Durcheinanderwerfers . Hätte Gott nicht in Seiner Barmherzigkeit eine Grenze zur Erhaltung des Lebens gezogen, wäre aus der Erde sogleich abermals ein „Zustand ödester Verwüstung“ geworden (1. Mo. 1,2) 2 . 1 „Und zu Adam sprach er: Weil du auf die Stimme deiner Frau gehört und gegessen hast von dem Baum, von dem ich dir geboten habe: Du sollst davon nicht essen! – so sei der Erdboden verflucht um deinetwillen: Mit Mühsal sollst du davon essen alle Tage deines Lebens.“ 2 „Und die Erde wurde wüst und leer, und Finsternis war über der Tiefe.“
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