Krieg in Gerechtigkeit - Ivo Sasek - Elaion-Verlag
Die Gesetzmässigkeiten vom Säen und Opfern 139 linge darzubringen, haben seine Gaben vor Gott besonderen Wert. Dann gibt es auch einen Erstling der Nacht. Am Abend lange aufzubleiben ist für Nachtmenschen wahrlich keine Kunst und kein Opfer. Ein Major sagte einmal vor meinen Ohren zu einem anderen Offizier: „Seit Jahren sagen wir uns am Morgen in der Frühe dasselbe: „Ach, wären wir doch gestern früher ins Bett gegangen!“ Für „chronische Nachtmenschen“ wird das „Abendopfer“ meistens nicht aus langen „geistlichen Gesprächen“ und Diskussionen usw. bestehen, sondern eher darin, dass sie „für den Herrn“ früh genug ins Bett gehen, damit sie in der Frühe wieder raus mögen, um einen frischen Erstling des Tages auf den Altar legen zu können. Schon die Natur lehrt uns doch, dass am Abend in der Regel keine fruchtbaren Neuerungen mehr geschehen, sondern vielmehr die Stille einkehrt. Natürlich gibt es auch Ausnahmen, sodass ein „Abendopfer“ durchaus auch in längerem Aufbleiben und Arbeiten beste- hen kann. „In Christus“ kann und darf es hier natürlich keine sturen Regeln geben. Wichtig ist nur, dass wir heraus- finden, was für uns zutreffend ist. Reich wird, wer auf allen Gebieten seines Daseins die vor Gott kostbaren Erstlinge entdeckt und sie hernach im Glauben darbringt – auch wenn’s weh tut. Weiter gibt es auch einen Erstling der Woche, Erst- linge des Urlaubs, Erstlinge des Feierabends. Es gibt Erst- linge beim Essen und Erstlinge beim Trinken, Erstlinge meiner Worte und Erstlinge meines Schweigens, Erstlinge im Kleiderschrank und Erstlinge im Schuhregal, Erstlinge im Wohnzimmer und Erstlinge im Schlafzimmer usw. „Gottes Ehre ist es, eine Sache zu verbergen, der Men- schen Ehre ist es, eine Sache zu erforschen“ (Spr. 25,2).
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