Krieg in Gerechtigkeit - Ivo Sasek - Elaion-Verlag
Die Gesetzmässigkeiten vom Säen und Opfern 137 sät er beständig „für morgen“ und lebt doch zugleich unab- lässig aus der „Saat von gestern“ . Was für ein reiches und überfliessendes Leben! Wer aber, anstatt wohlüberlegt zu säen, seine von Gott dargereichte Saat immer gleich wieder kurzsichtig verzehrt, der stillt weder im Heute seinen Hunger noch kann er im Morgen eine positive Ernte erwarten. Er wird stets zu wenig haben, um leben zu können und doch zu viel haben, um sterben zu können. Was für eine Armut! So ist es doch besser, im Glauben zu opfern, als im Unglauben zurückzubehalten. Wenn wir zu Opfermenschen werden, dann können auch durch uns die Tränentäler in Quellorte verwandelt werden (Ps. 84,7) 1 . Alles was wir im Vergänglichen opfern, das kommt früher oder später in unvergänglicher Gestalt wieder auf uns zurück (1. Kor. 15,42-44) 2 . Wir können deshalb unmöglich Haus, Vater, Mutter, Brüder und Schwestern um des Herrn willen verlassen haben, ohne nicht auch viele Häuser, Väter, Mütter und Geschwister bereits in dieser Erdenzeit wiederzubekommen (Mt. 19,29) 3 . Alles und jedes muss auf uns zurückkommen. Das ist die göttliche Gerech- tigkeit. So, wie wir säen, so ernten wir auch, und nichts wird umsonst sein! 1 „Sie gehen durch das Tränental und machen es zu einem Quellort. Ja, mit Seg- nungen bedeckt es der Frühregen.“ 2 „So ist auch die Auferstehung der Toten. Es wird gesät in Vergänglichkeit, es wird auferweckt in Unvergänglichkeit. Es wird gesät in Unehre, es wird aufer- weckt in Herrlichkeit; es wird gesät in Schwachheit, es wird auferweckt in Kraft; es wird gesät ein natürlicher Leib, es wird auferweckt ein geistlicher Leib.“ 3 „Und ein jeder, der Häuser oder Brüder oder Schwestern oder Vater oder Mutter oder Kinder oder Äcker um meines Namens willen verlassen hat, wird hundert- fach empfangen und ewiges Leben erben.“
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