Krieg in Gerechtigkeit - Ivo Sasek - Elaion-Verlag
126 Gegensätze. Man will stets „alles für möglichst wenig“, oder noch besser „alles für nichts“. Aber dies geht nicht, selbst wenn wir gewisse Bibelstellen noch so geschickt umdrehen. Die Sonne wird auch dann noch aufgehen, nachdem wir den Hahn eingesperrt haben! Es stimmt zwar, dass Jesus seinen Jüngern sagte: „ Umsonst habt ihr (die Gnadengaben) empfangen, umsonst gebt“ (Mt. 10,8). Auch Paulus stimmen wir zu, der in Röm. 3,24 hervorhebt, dass wir „ umsonst gerechtfertigt werden“ . Diese beiden „umsonst“ reden aber nicht etwa von einem „billigen Nehmen und Empfangen“, obgleich es dem Wort- laut nach so klingen mag. Die Jünger Jesu hatten lediglich kein Geld für ihre empfangenen Gaben zu geben, darum sollten sie sie auch ohne Geld wieder weitergeben. Vergessen wir dabei nicht, dass die Jünger täglich den vollen „Preis der Nachfolge“ zu bezahlen hatten. Nur deshalb konnte ihnen „umsonst“ gegeben werden. Auch wir, die wir „umsonst durch die Gnade gerechtfertigt wurden“, haben diese Gnade nur um den Preis unserer Seele (Lebenshingabe) erlangt. „Denn wer sein Leben (Seele) erretten will, der wird es verlieren; wer aber sein Leben (Seele) verliert um meinetwillen, der wird es retten“ (Mk. 8,35). Der Preis für die Gnade ist immer unser Eigenleben! Lebendige Jünger- schaft kostet dazu Vater, Mutter, Frau und Kind, Bruder und Schwester – und dazu täglich von neuem unser Leben (Lk. 14,25-27) 1 . Das erste Mal, an dem man in der Heiligen 1 „Es ging aber eine grosse Volksmenge mit ihm; und er wandte sich um und sprach zu ihnen: Wenn jemand zu mir kommt und hasst nicht seinen Vater und seine Mutter und seine Frau und seine Kinder und seine Brüder und Schwestern, -Fortsetzung nächste Seite-
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