Krieg in Gerechtigkeit - Ivo Sasek - Elaion-Verlag
118 sei. Und ich bezeuge dir, dass meine grössten Hindernisse Christ zu werden, seinerzeit die Christen selber waren. Und ob es aufs Äussere ankommt! Für mich waren Christsein und schlampiges, ungepflegtes Wesen notgedrungen zwei austauschbare Begriffe. Wo immer man Christen begegnete, roch es nach Schweiss und Sandalen. Standen sie singend auf der Strasse, hingen ihnen die fettigen Haarsträhnen ins Gesicht und die lumpenhaften Kleider über die dicken Leiber. In einem schlanken Menschen kann sich zwar ohne weiteres Unenthaltsamkeit verbergen, nie aber in einem dicken die Enthaltsamkeit! Ein Unreiner kann zwar in einem piekfeinen Anzug daherkommen, nie aber ein Reiner in einem schlam- pigen. Das weiss doch jedes Kind! Der leibhaftige Teufel vermag sich als Engel des Lichts zu verstellen. So kann es zwar sein, dass hinter einem hell scheinenden Menschen in Tat und Wahrheit ein Finsterling steckt – niemals aber hinter einem finster scheinenden ein Mensch des Lichts! Darum heisst es: „Euretwegen wird der Name Gottes gelästert unter den Nationen“ (Röm. 2,24). Ohne Diskussion ist es unsere Männerpflicht, auch das Äussere unserer Frauen und Kinder zu überwachen und zwar vor Gott und den Menschen. Lebt enthaltsam und mässig in allem und seht zu, dass auch eure Frauen weder mit Über- noch Untergewicht in zierlicher, sittsamer Schamhaftigkeit erscheinen. Weiter sollten wir Männer ab sofort auch wieder die Finan- zen selber einteilen, falls wir diese einfach „dem Schicksal“ (sprich der Ehefrau) überlassen haben sollten. Es ist doch nur Faulheit, Verantwortungsflucht oder sträfliche Gleich- gültigkeit, wenn wir uns um all dies nicht kümmern! Wir wollen auch unsere freien Tage nicht mehr einfach dem
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