Krieg in Gerechtigkeit - Ivo Sasek - Elaion-Verlag

Gesetzmässigkeiten des Ehebundes 115 „simulieren“. Sie machen uns aber im Nachhinein die Konsequenzen unserer Handlungen bewusst, z.B. durch Schwächung, Krankheit, Frieren, Hunger, Durst, Pulsschlag, Freude, Bedrückung, Wohlsein etc. Meine Frau macht mich immer wieder in aller Sanftmut auf die Frucht meines Handelns aufmerksam. Wenn meine fröhliche Kinderschar herumtollt, dann schreit auch immer einmal eins von ihnen. Dies ist für uns Eltern meistens das Zeichen, dass die kleinen Köpflein wieder einmal eine „Lektion“ von ihren Gliedern abbekommen haben. Noch nie ist es aber vorgekommen, dass eins meiner Kinder „gerade noch rechtzeitig“ durch seinen Fuss, seine Hand etc. gewarnt wurde, bevor es z.B. über einen Gegen- stand stolperte. Sein Körper belehrt es zwar, aber immer erst im Nachhinein durch die Ereignisse selbst. Der Körper ist darum mehr „Spiegel“ als „Warntafel“. Du kannst dir hundert Mal deine Zehen anschlagen, und deine Füsse werden dir auch beim hundertsten Mal keine rechtzeitige Warnung geben. Das Haupt gelangt somit über die Signale des Körpers zu seiner Reife. Der Körper meldet ununterbrochen. Er reagiert auf alles und jedes, entweder mit Schmerz oder Freude, mit Erschöpfung oder Hunger, mit Durst oder Veränderung des Pulsschlags – und manchmal sogar mit einer Beule usw. Was sollen wir jetzt sagen? „Oh je, arme Frau, du allein bist immer die Leidtragende! Dein Mann brockt die Suppe ein, und du kannst sie dann wieder auslöffeln!“ Nein, gewiss nicht. Haupt und Leib sind doch untrennbar eins. Alle Konsequenzen unseres Handelns, seien es Schmerzen oder Freuden, werden doch über das Haupt empfunden. Deshalb

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