Krieg in Gerechtigkeit - Ivo Sasek - Elaion-Verlag
114 seiner Handlungen erkennen und bewerten kann, und nicht einer „Warnschrift“ oder „Gesetzestafel“, die beständig im Voraus alarmiert. Ein Körper kann, losgelöst vom Haupt, nur sehr begrenzt vorwarnen. Er warnt uns höchstens, wenn er auf sumpfigen Boden gerät, in die Nähe von Hitze und Kälte kommt oder von Wasser umspült wird usw. Die aller- meisten Vorwarnungen empfangen wir aber wiederum über das Haupt (Geruch, Geschmack, Gehör und Sehorgane). Die Frau ist also nicht zur Passivität verurteilt. Sie ist keine „Marionette“. Der Körper des Menschen zeigt dem Menschen (Haupt) jedoch hauptsächlich „indirekt“ die Konsequenz seines Handelns an. Die Frau (der Körper) belehrt den Mann nie durch vorgreifende Argumente, eigenwillige Entschei- dungen, Vorschriften oder durch Widerspruch etc. Wenn ich diese Zusammenhänge bildhaft erläutere, geht es darum, die prinzipielle Grundhaltung aufzuzeigen und nicht etwa, um ein starres Gesetz bis ins Hundertste und Tausendste aufzu- stellen. Immer wieder missverstehen gewisse Menschen solche geistlichen Bildreden. Es ist klar, dass eine Frau nicht schweigend daneben stehen wird, wenn ihr „Haupt“ z.B. im Begriff ist, eine Sünde zu begehen, sich etwas anzutun oder wichtige Bestandteile einer Entscheidung übersehen hat. Es geht um eine Grundgesinnung der Unterordnung in all den vielen Alltäglichkeiten. Im Hinblick auf diese diskutiert sie nicht, belehrt nicht und manipuliert nicht, wenn sie wahrhaftig ihre Stellung eingenommen hat! Es ist immer wieder das aktuelle Leben, die Folge des Handelns, die den Mann zur Reife bringt. Unsere sämtlichen Glieder können nicht berechnen und nicht planen, nicht abwägen noch beobachten, nicht vergleichen noch vernünftig beurteilen. Sie sind da zum Dienst. Sie können auch nicht vorbeugend klagen und
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