Krieg in Gerechtigkeit - Ivo Sasek - Elaion-Verlag
110 Die vorangegangenen Gegenüberstellungen sollen uns nur zwei Extreme aufzeigen. Dass es nicht ein Idealfall für uns ist, wenn der Partner „ein harter Brocken“ ist, dürfte auf der Hand liegen. Möge auch die Not nicht das Letzte in einer Ehe sein. Wo aber solche Not aufbricht, da ist es doppelt so wichtig zu erkennen, dass man zu „einem Fleisch“ geworden ist. Jeder Ehegemeinschaft hat Gott einen Weg zur völligen Harmonie geschaffen. Nur kostet diese Harmonie je nach persönlichem Stand eben ihren entsprechenden Preis. Klage darum nie mehr über deinen Partner – beginne zu vertrauen! Erkenne dabei, dass gerade er deine grosse Chance ist, um auf diese Weise schneller mit Gott verbunden und gründlicher gedemütigt zu werden! Ohne ihn würde vielleicht dein hartes Herz nie gebrochen, dein schwacher Wille nie gefestigt, dein Glaube nie gestärkt, dein Stolz nie geoffenbart, deine Liebe nie erweckt usw. usf. Wir sollen jedoch nie vergessen, dass unser Partner mit unserem Leben verknüpft und ver- schmolzen ist. Darum heisst es im Griechischen auch nicht, die Männer sollen ihre Frauen wie , sondern als ihre eigenen Leiber lieben. Fluchen wir unserem Partner, so fluchen wir uns selbst; schlagen wir ihn, so schlagen wir uns selbst; schneiden wir ihn ab, so haben wir uns unseres idealsten Rüstzeuges zur Vervollständigung entledigt. Er (der Partner) ist meine und ich bin seine Vervollständigung! Das Wichtigste, das mit diesem Wort jedoch gesagt sein soll, ist die bewusste und praktische Einnahme unserer ehelichen Stellung. Zur wahrhaften Vervollständigung kann es nur kommen, wenn der Mann tatsächlich die Stellung des Hauptes und die Frau ebenso die Stellung des Körpers einnimmt. Wo diese Zuordnung umgangen wird, da tritt an
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