Krieg in Gerechtigkeit - Ivo Sasek - Elaion-Verlag
Gesetzmässigkeiten des Ehebundes 103 Wir müssen uns alle vor dem Worte Gottes ganz neu beugen lernen. Wenn die Schrift sagt: „... und die zwei werden zu einem (Zahlwort) Fleisch werden“ , dann ist das nichts anderes als ein schöpferischer Akt, der sich an uns in der unsichtbaren Wirklichkeit vollzieht. Mit anderen Worten vollzieht sich mit einer Eheschliessung immer eine ganz reale und praktische Verwandlung. „Er wird zu ihr“ und „sie wird zu ihm“. Durch diese innere Zusammenschaltung brechen im Leben der Eheleute neue Gefühle, Reaktionen, Kräfte und Ordnungen auf. Es treten neue und bisher nicht gekannte Gesetzmässigkeiten in Kraft – ob wir damit einverstanden sind oder nicht. Vom Tag der Eheschliessung an herrschen darum neue Verhältnisse und vor allem auch neue Disposi- tionen. Das verwendete starke griechische Wort für „seiner Frau anhängen“ wird auch verwendet für: „festleimen, zu- sammenlöten, zu einer festen und unauflöslichen Einheit verbinden“. Dass dieses „Festgeleimtwerden“ sich nicht auf unser sichtbares Fleisch beziehen kann, dürfte allen klar sein. Wer aber hat ausreichend erfasst, dass er mit seinem Ehepartner nicht bloss eine theoretisch-juristische, sondern eine real-organische Verschmelzung eingegangen ist? Wer hat die Kosten und Konsequenzen einer solchen Vereini- gung wirklich überschlagen? Gott selber bezeugt, dass nur der Tod diese unsichtbare schöpferische Vereinigung wieder aufheben kann (1. Kor. 7,10-11 1 ; Röm. 7,3 2 ) ! Eine 1 „Den Verheirateten aber gebiete nicht ich, sondern der Herr, dass eine Frau sich nicht vom Mann scheiden lassen soll, – wenn sie aber doch geschieden ist, so bleibe sie unverheiratet oder versöhne sich mit dem Mann – und dass ein Mann seine Frau nicht entlasse.“
Made with FlippingBook
RkJQdWJsaXNoZXIy MTY5NDM=